Mit dem neuen Pixel 10 Pro will Google das Thema Smartphone-Zoom neu definieren. 
Das Highlight: Pro Res Zoom, ein Feature, das angeblich bis zu 100-fache Vergrößerung mit erstaunlicher Detailtreue ermöglicht. Möglich machen soll das der Tensor-G5-Chip in Kombination mit einem generativen Bildmodell, das fehlende Details rekonstruiert.
In den offiziellen Beispielen sah das Ganze beeindruckend aus: gestochen scharfe Landschaften und ferne Objekte ohne störende Artefakte. Doch die ersten Praxistests zeichnen ein deutlich ernüchternderes Bild.
Ein Reddit-Nutzer probierte das Pixel 10 Pro in einem Best-Buy-Store aus und knipste eine Regalreihe mit Mario-Kart-Spielen. Das Resultat: Das 100x-Foto wirkte matschig, unscharf und zeigte sogar Fantasiedetails, die in Wirklichkeit gar nicht existierten. Teilweise tauchten Buchstaben auf, die auf den Originalverpackungen gar nicht vorhanden waren.
Die Frage liegt nahe: Wenn das Feature nicht für Nahaufnahmen gedacht ist, warum versagt es dann so komplett, anstatt zumindest ein etwas klareres Bild zu liefern? Anstatt echte Details sichtbar zu machen, erfindet die KI einfach neue – und das kratzt gewaltig an Googles Versprechen von „atemberaubender Detailtiefe“.
Google selbst betont, dass Pro Res Zoom vor allem für Szenen wie den Mond, Naturaufnahmen oder entfernte Wahrzeichen entwickelt wurde. Dennoch bleibt Skepsis: Dass der Konzern bislang nur ein einziges offizielles Beispielbild veröffentlicht hat, wirkt im Nachhinein fragwürdig.
Unabhängig davon bleibt das Pixel 10 Pro ein starkes Flaggschiff mit üppiger Hardware – und attraktiven Vorbesteller-Boni wie einer 200-Dollar-Geschenkkarte. Doch die entscheidende Frage lautet: Handelt es sich beim Pro Res Zoom wirklich um eine Innovation oder nur um eine clevere Marketing-Nummer, die im Alltag schnell entzaubert wird?
1 kommentar
haha, das handy hat echt neue buchstaben auf die packung gemalt