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8,9 Milliarden für Intel: Rettung oder Illusion?

von ytools
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Der neue Milliarden-Deal zwischen der US-Regierung und Intel sorgt für hitzige Diskussionen: Ist es ein echter Rettungsring oder nur ein weiterer Aufschub für einen Konzern, der seit Jahren schwächelt? Vergangene Woche wurde bekannt, dass Washington 8,9 Milliarden US-Dollar an Fördergeldern aus dem CHIPS Act und Pentagon-Programmen in eine Beteiligung umwandelt. Damit erhält die US-Regierung knapp 10 Prozent an Intel.
8,9 Milliarden für Intel: Rettung oder Illusion?
Zwar gibt es keinen Sitz im Vorstand, doch ein fünfjähriger Optionsschein erlaubt es, den Anteil zu erhöhen, sollte Intel große Teile seiner Foundry-Sparte abstoßen.

Für den Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, ist das frisches Kapital, das Intel endlich „auf Kurs bringen“ soll. Analysten wie Joseph Moore von Morgan Stanley sehen das jedoch deutlich kritischer. In seiner jüngsten Analyse warnt er: Einen schnellen Turnaround wird es nicht geben. Das eigentliche Problem sei nicht das Geld, sondern eine schwache Prozessor-Roadmap. Bezeichnend: Die älteren 10nm- und 7nm-Chips verkaufen sich weiterhin besser als die neuen Intel-4-Produkte – ein klares Zeichen für mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.

Moore verweist außerdem auf die dramatische Lage der Foundry-Sparte: über 10 Milliarden US-Dollar Verlust pro Jahr und mehr als 20 Milliarden Dollar Schulden. Ob Intel beim riskanten IDM-2.0-Modell bleibt, zurück zu IDM 1.0 geht oder auf ein „fab-lite“-Modell setzt, müsse nach wirtschaftlicher Vernunft entschieden werden, nicht aus politischem Kalkül. „Wenn das Staatsgeld mit strategischen Auflagen verbunden ist, führt das in die falsche Richtung“, so Moore.

Der Analyst rät, weniger auf neue Fabriken zu setzen und stattdessen Marktanteile im Prozessorbereich zurückzuholen, Kosten zu senken und das Geschäft auf eine Jahresumsatzbasis von rund 60 Milliarden Dollar zu stabilisieren. Nur so könne Intel wieder profitabel werden – ohne ständige Rettungsaktionen.

Unterm Strich zeigt sich: Intel hat kein Geldproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Viele Investoren bleiben skeptisch, ob dieser Deal wirklich die Wende bringt – oder nur Zeit kauft.

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2 kommentare

N0madic September 12, 2025 - 10:31 pm

diese schwachen Kerne brauchen sogar APO-Tricks, damit Games nicht laggen… lächerlich

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Rooter November 18, 2025 - 11:14 am

intel ist einfach nur Müll, mehr gibts dazu nicht

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