TSMC gibt in den USA Vollgas: Der Chipriese aus Taiwan hat den Produktionsstart in Arizona fast um ein ganzes Jahr vorgezogen. 
Die erste Fabrik, ursprünglich für 2025 geplant, lief bereits Ende 2024 an. Auch die zweite Fab startet nun rund vier Quartale früher.
Der Grund liegt auf der Hand: die unstillbare Nachfrage der Big Tech. NVIDIA sichert sich derzeit den Großteil der Kapazitäten, während Apple und AMD dicht dahinter folgen. Um mitzuhalten, will TSMC seine modernsten Fertigungsverfahren auch in den USA anbieten: 2nm (N2) und 1,6nm (A16) sollen dort bis 2028 verfügbar sein – ein Fahrplan, der mindestens ein Jahr vorverlegt wurde.
Allerdings ist das US-Abenteuer teuer. Die Kosten sind deutlich höher als in Taiwan, und die Gewinnmargen geringer. Dennoch konnte TSMC in Arizona bereits zwei Quartale in Folge Gewinne verbuchen. Das Unternehmen baut dort nicht nur Fabriken, sondern auch Forschungszentren und Anlagen für Advanced Packaging – ein komplettes Ökosystem für die Chipproduktion in den USA.
Für Konzerne wie NVIDIA, Apple und AMD zählt vor allem Versorgungssicherheit in Zeiten geopolitischer Spannungen und wachsendem KI-Hunger. Währenddessen kämpft Intel weiter mit Verzögerungen und überlässt TSMC das Tempo in Amerikas Chip-Zukunft.
1 kommentar
Schon verrückt: Taiwaner bauen schneller in den USA als die Amis selbst