Ghost Story Games, das Studio von BioShock-Schöpfer Ken Levine, hat nach langer Funkstille endlich ein Lebenszeichen von Judas gegeben. 
Im allerersten Devlog ging es zwar nicht um einen Release-Termin, dafür aber um eine der spannendsten Mechaniken des Spiels: Villainy.
Anders als in BioShock, wo Bösewichte wie Fontaine oder Comstock fest in ihrer Rolle bleiben, hängt in Judas alles von den Entscheidungen des Spielers ab. Im Zentrum stehen die drei Hauptfiguren – Die Große Drei: Tom, Hope und Nefertiti. Wer sie ignoriert, riskiert, dass sie sich vom Verbündeten in einen erbitterten Gegner verwandeln und neue Kräfte erhalten, um den Spieler auszubremsen.
Die Idee erinnert an das Nemesis-System aus Middle-earth: Shadow of Mordor, doch Levine betont, dass Judas einen anderen Fokus setzt: Emotionen. Wenn ein Charakter die Seiten wechselt, soll es sich so anfühlen, als hätte man einen Freund verloren. Die „Große Drei“ buhlen aktiv um Aufmerksamkeit: sie retten euch im Kampf, reden schlecht über die anderen, bieten Belohnungen oder teilen intime Geheimnisse. Am Ende muss der Spieler entscheiden, wem er vertraut – und wem nicht.
Das Studio gab außerdem bekannt, dass der erste Playtest der Villainy-Mechanik erfolgreich abgeschlossen wurde. Ein wichtiger Meilenstein, doch ein konkreter Veröffentlichungstermin bleibt aus. Laut Ghost Story Games wird erst dann ein Datum genannt, wenn es absolut sicher eingehalten werden kann. Publisher Take-Two hatte zuvor 2026 als mögliche Release-Zeit angedeutet.
Dass es überhaupt ein „Dev Log #1“ gibt, wirkt fast surreal – schließlich geistert die Idee von Judas schon seit 2015 herum. Nach fast zehn Jahren Schweigen nimmt das Projekt nun endlich Gestalt an. Ob es das Erbe von BioShock würdig weiterführt oder einen ganz neuen Weg einschlägt, bleibt die große Frage.
judas priest! warte schon halbes leben drauf 😂
ich sag sommer nächstes jahr, wetten?