Der indische Tablet-Markt hat in der ersten Hälfte 2025 ein zweigeteiltes Bild gezeigt. Laut IDC sanken die Auslieferungen insgesamt um 32,2% im Vergleich zum Vorjahr und erreichten nur noch 2,15 Millionen Geräte. 
Doch hinter dem Einbruch verbirgt sich ein klarer Unterschied: Privatkunden kaufen mehr, während Firmen und Schulen massiv sparen.
Die klassischen „Slate“-Tablets brachen um 44,4% ein, während abnehmbare Modelle immerhin fast 19% zulegen konnten. Am deutlichsten war jedoch der Kontrast zwischen Konsumenten und Geschäftskunden: Während private Käufer ein Plus von 20,5% verzeichneten, stürzte der kommerzielle Bereich um 61,7% ab. Im Bildungssektor gingen die Bestellungen um zwei Drittel zurück, viele Ausschreibungen wurden verschoben oder gestrichen. Große Unternehmen verlängerten ihre Gerätezyklen, kleine Firmen setzten auf knallhartes Kostenmanagement.
Für den Privatmarkt spielte der Online-Handel die Hauptrolle. Exklusive Produktlaunches, Cashback-Angebote und Ratenzahlungen befeuerten die Nachfrage. Besonders beliebt waren größere Displays, Stift-Unterstützung und günstige Einstiegsmodelle. Der Tablet wird in Indien zunehmend zum Allrounder – Entertainment und Arbeit in einem Gerät.
Samsung blieb Spitzenreiter mit 886.000 Auslieferungen und einem Marktanteil von 41,3%, verlor aber selbst fast 40%. Lenovo holte sich mit 264.000 Geräten und einem Plus von 12,6% Platz zwei. Apple folgte mit 253.000 iPads und einem Minus von 13,6%. Xiaomi überraschte mit einem Wachstum von 28,5% auf 244.000 Stück und schnappte sich Platz vier. Acer landete zwar noch in den Top 5, stürzte aber um satte 73,1% ab – was die Frage aufwirft, ob deren Tablets überhaupt noch eine Rolle spielen.
Unterm Strich zeigt sich: Während Unternehmen und Schulen bremsen, halten Privatkäufer den Markt am Leben – mit Lust auf günstige, flexible Geräte.