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Rapidus 2nm 2HP gleichauf mit TSMC N2, deutlich vor Intel 18A

von ytools
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Japan meldet sich eindrucksvoll in der Halbleiterbranche zurück: Rapidus hat Details zu seinem kommenden 2nm-Prozess 2HP veröffentlicht. Zum ersten Mal wurden konkrete Zahlen zur Logikdichte genannt – und die zeigen, dass Rapidus auf Augenhöhe mit TSMC liegt und Intel sogar deutlich hinter sich lässt.

Nach aktuellen Informationen erreicht der Rapidus-2HP-Prozess eine Logikdichte von 237,31 Millionen Transistoren pro mm².
Rapidus 2nm 2HP gleichauf mit TSMC N2, deutlich vor Intel 18A
Damit befindet er sich praktisch gleichauf mit TSMCs N2, das derzeit mit 236,17 Millionen Transistoren pro mm² angegeben wird. Besonders bemerkenswert: Intel 18A liegt mit nur 184,21 Millionen Transistoren pro mm² klar darunter.

Warum ist das relevant? Die Logikdichte bestimmt, wie viele Transistoren auf einer Fläche untergebracht werden können – und damit direkt Leistung, Energieeffizienz und Produktionskosten. Wer hier mithalten kann, hat die Chance, bei modernsten Chips mitzuspielen. Mit der erreichten Parität zu TSMC und dem Vorsprung gegenüber Intel zeigt Rapidus, dass die Firma keine regionale Randnotiz bleibt, sondern ein ernstzunehmender globaler Wettbewerber werden kann.

Erreicht wurde diese Dichte durch den Einsatz einer High-Density-(HD)-Bibliothek mit einer Zellhöhe von 138 Einheiten bei G45-Pitch. Sowohl TSMC als auch Rapidus setzen auf HD-Zellen, um die maximale Packungsdichte zu erzielen. Intel verfolgt eine andere Strategie: Beim 18A liegt der Fokus auf Innovationen wie Backside Power Delivery (BSPDN), was zwar die Performance pro Watt verbessert, aber auf Kosten der Messdichte geht, da vordere Metallschichten für die Stromversorgung genutzt werden.

Ein weiterer spannender Punkt ist der besondere Ansatz von Rapidus: Single-Wafer-Front-End-Verarbeitung. Anstatt sofort auf Massenfertigung zu setzen, testet und optimiert man zunächst kleine Stückzahlen und skaliert die Verbesserungen später hoch. Dieses iterative Vorgehen könnte der Firma Vorteile verschaffen, gerade in einem Feld, in dem jedes Nanometer zählt.

Das Ganze ist nicht nur technisch interessant, sondern auch geopolitisch bedeutsam. Japan will nach Jahrzehnten wieder ein Schwergewicht in der Chipfertigung werden – und mit Rapidus scheint das Vorhaben erstmals realistisch. Berichten zufolge hat sogar NVIDIA Interesse gezeigt, was die Ernsthaftigkeit des Projekts unterstreicht.

Geplant ist, dass das 2nm-PDK (Process Design Kit) im ersten Quartal 2026 für Kunden verfügbar wird. Zwar wird TSMC seine N2-Knoten wohl etwas früher an den Markt bringen, doch allein die Tatsache, dass Rapidus bei der Dichte gleichzieht, bedeutet für Kunden eine zusätzliche Option. In einem Markt, der oft von wenigen großen Playern bestimmt wird, könnte das ein Wendepunkt sein.

Am Ende wird sich der Erfolg nicht allein an der Dichte entscheiden: Ausbeute, Kosten, Leistung und Energieverbrauch müssen ebenfalls passen. Doch eines ist schon jetzt klar – Rapidus hat sich in die Diskussion um die Spitze der Halbleiterfertigung katapultiert.

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3 kommentare

viver September 24, 2025 - 2:31 pm

Intel-Fans sagen gleich wieder dass nur perf/watt zählt 😂

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Anonymous October 4, 2025 - 3:31 pm

dieser Single-Wafer-Ansatz klingt spannend aber riskant

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zoom-zoom November 28, 2025 - 4:14 am

hätte nie gedacht dass Japan so stark zurückkommt

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