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Instagram für iPad ist da – doch im Mittelpunkt stehen Reels

von ytools
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Nach mehr als einem Jahrzehnt Warten ist es endlich soweit: Instagram bringt eine offizielle App für das iPad. Doch wer glaubt, dass es sich dabei nur um eine bequeme, größere Version der iPhone-App handelt, liegt falsch. Meta verfolgt mit diesem Schritt eine klare Strategie – und die dreht sich vor allem um Videos.

Das neue iPad-Programm unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt von der Smartphone-Version: Beim Start landet man nicht im gewohnten Feed mit Fotos und Videos von Freunden, sondern direkt bei den Reels.
Instagram für iPad ist da – doch im Mittelpunkt stehen Reels
Feed, Stories und Direktnachrichten sind natürlich weiterhin vorhanden, doch die Priorität ist eindeutig. Das iPad soll zur Plattform für Video-Consumption werden, und Meta möchte, dass die Nutzer genau dort ihre Zeit verbringen.

Die Entscheidung ist wenig überraschend, wenn man den Erfolg von TikTok betrachtet. Schon lange überzeugt die Konkurrenz mit einem starken Vollbild-Erlebnis auf Tablets. Instagram hingegen hielt sich jahrelang mit fadenscheinigen Begründungen zurück: technische Hürden und geringe Nachfrage. Für einen Konzern mit Milliarden-Umsätzen wirkte das stets unglaubwürdig. Heute zeigt sich der wahre Grund: Erst als Reels zur zentralen Säule des Wachstums wurden, sah Meta die Notwendigkeit, das iPad zu bedienen. Inzwischen entfallen rund 50 % der Nutzungszeit auf Reels – ein Wert, der Meta keine Wahl ließ.

Für viele wirkt die Veröffentlichung daher weniger wie ein Geschenk an treue User, sondern wie ein weiterer Zug im Wettkampf um Aufmerksamkeit. Das größere Display macht die Videos nicht nur eindrucksvoller, es verstärkt auch die Möglichkeiten für Werbung und Content-Creator. Für Nutzer ist es endlich das Ende des umständlichen, aufgezoomten iPhone-Layouts, für Creator die Chance, Inhalte im fast filmischen Format zu präsentieren.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Zeitpunkt clever gewählt. Der Tablet-Markt erlebt durch Apples stetige iPad-Updates einen neuen Aufschwung. Ignorieren konnte Meta diese Zielgruppe nicht länger. Dennoch bleibt ein bitterer Nachgeschmack: Man hätte das schon vor Jahren umsetzen können, entschied sich aber erst, als es sich lohnte. Ein klares Signal dafür, dass bei Tech-Giganten nicht die Wünsche der Nutzer, sondern Strategie und Monetarisierung im Vordergrund stehen.

Seit heute ist die App im App Store verfügbar. Ob sie das iPad tatsächlich zum Hauptbildschirm für Instagram-Junkies machen wird, hängt davon ab, wie die Nutzer den Reels-First-Ansatz annehmen. Sicher ist nur: TikTok bekommt das Feld der Tablets nicht kampflos überlassen.

Passend dazu erinnert ein weiteres Projekt an die Wurzeln unserer digitalen Kultur: Im Herbst erscheint das reich illustrierte Buch „Iconic Phones“, das mehr als 20 der prägendsten Handys der letzten zwei Jahrzehnte porträtiert. Ein Hinweis darauf, dass sich Plattformen zwar ständig verändern, die Geräte selbst aber immer noch Geschichten erzählen, die Generationen verbinden.

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4 kommentare

ZshZen September 15, 2025 - 5:31 am

auf dem iPad sieht das bestimmt mega aus

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GalaxyFan October 4, 2025 - 12:32 pm

bisschen spät, aber immerhin

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Interlude October 5, 2025 - 5:01 am

für Creator top, für mich eher meh

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FaZi October 31, 2025 - 7:06 pm

wurde echt zeit 😂

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