Das bekannte Hardware-Tool HWiNFO steht vor einem großen Update, und die Release Notes geben schon jetzt einen spannenden Ausblick auf die nächste CPU-Generation von Intel und AMD. 
Mit Version 8.30 wird offiziell Intels Nova Lake-S unterstützt, während Version 8.31 den Weg für AMDs neue Plattform ebnet – vermutlich die 900er-Chipsätze, die für Zen 6 gedacht sind.
Damit ist es eine der ersten klaren Erwähnungen von Nova Lake-S außerhalb von Leaks und Versandpapieren. Bisher wurde in HWiNFO nur die Nova-Lake-Familie allgemein gelistet, jetzt aber explizit die Desktop-Serie. Laut Intels Roadmap befindet sich Nova Lake-S aktuell in der Pre-QS-Phase und soll den neuen Sockel LGA 1954 nutzen. Besonders interessant ist die mögliche Kernanzahl: Dokumente sprechen von bis zu 52 Kernen – aufgeteilt in 16 Performance-Cores (P), 32 Effizienz-Cores (E) und 4 Low-Power-E-Cores (LP-E). Das wäre ein absoluter Rekord im Mainstream-Desktop-Bereich und würde die Multithread-Leistung auf ein neues Level heben.
Für Nutzer bedeutet die HWiNFO-Unterstützung, dass wichtige Telemetriedaten wie Temperaturen, Spannungen und Taktungen von Anfang an korrekt ausgelesen werden können. Gerade Enthusiasten und Overclocker sind darauf angewiesen, um Stabilitätstests zu fahren oder mehr Leistung aus ihren CPUs herauszukitzeln.
Auf AMD-Seite wird es mit Version 8.31 spannend: Dort ist die Rede von einer „Next-Gen“-Plattform. Vieles deutet darauf hin, dass es sich dabei um die Chipsätze der 900er-Serie handelt. Erwartet werden Modelle wie X970, B950 und B940, die zwar weiterhin auf dem Sockel AM5 basieren, aber optimiert sind für die kommende Zen-6-Generation, die für die zweite Jahreshälfte 2026 prognostiziert wird.
Zen 6 soll Berichten zufolge mit modernsten Fertigungsverfahren von TSMC produziert werden: 2nm N2P für die Chiplets (CCD) und 3nm N3P für den I/O-Die. Damit will AMD einen Balanceakt zwischen Energieeffizienz und Performance schaffen. Allerdings herrscht auch Skepsis: Viele Anwender zweifeln daran, dass ihre aktuellen Mainboards wirklich kompatibel bleiben, und befürchten erneute Pflicht-Updates – besonders ärgerlich für jene, die erst kürzlich viel Geld in AM5-Boards gesteckt haben.
Klar ist: Mit Nova Lake-S und Zen 6 geht das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Intel und AMD in die nächste Runde. Intel setzt auf brutale Kernzahlen, während AMD mit feineren Fertigungsprozessen kontert. Für PC-Nutzer heißt das: mehr Power, aber auch der ständige Druck, die Hardware aktuell zu halten.
Unterm Strich sind die neuen HWiNFO-Versionen weit mehr als Routine-Patches. Sie sind ein klarer Hinweis darauf, wohin die Reise geht – und wenn die neuen Prozessoren 2026 erscheinen, wird HWiNFO bereits bestens gerüstet sein, um jeden Benchmark-Jäger und Tuning-Fan zu begleiten.