Die Google-Pixel-10-Serie – bestehend aus Pixel 10, Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro XL – sorgte in den USA für Diskussionen, da sie erstmals komplett ohne physischen SIM-Slot auf den Markt kam. Stattdessen setzt Google ausschließlich auf eSIM. 
Bis zu acht Profile lassen sich speichern, zwei davon können parallel aktiv sein. Doch nun erleben einige Kunden, die defekte Geräte eingeschickt haben, eine Überraschung: Ersatzgeräte kommen plötzlich mit klassischem Nano-SIM-Slot.
Mehrere Nutzer berichteten auf Reddit, dass ihre Austauschgeräte des Pixel 10 Pro mit SIM-Schacht ausgeliefert wurden. Die Erklärung: Es handelt sich um internationale Versionen. Diese Modelle bieten sowohl eSIM als auch physischen SIM-Slot – allerdings mit einem klaren Nachteil. Sie unterstützen kein mmWave-5G, das in den USA vor allem in Großstädten für extrem schnelle Verbindungen genutzt wird. Außerdem fehlen wichtige US-Bänder wie n29, n48 und n70, die vor allem von kleineren Providern und MVNOs verwendet werden.
Die Entscheidung, in den USA komplett auf eSIM zu setzen, war von Anfang an umstritten. Viele kritisierten, dass die Begründung „kein Platz im Gehäuse“ wenig glaubwürdig sei. Schließlich zeigen die internationalen Modelle, dass beides problemlos möglich ist. Kritiker vermuten vielmehr wirtschaftliche Interessen: eSIM macht es für Provider leichter, Roaming zu kontrollieren und Nutzer davon abzuhalten, im Ausland günstige Prepaid-SIMs zu kaufen. Der Umstand, dass die globalen Versionen den Slot weiterhin besitzen, verstärkt diese Argumentation.
Für Verbraucher bleibt es ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite gewinnt man die Flexibilität eines SIM-Slots zurück, auf der anderen verliert man mmWave und einige wichtige Frequenzen. Damit zeigt sich, wie stark die Pixel-10-Reihe je nach Markt fragmentiert ist. Und die Diskussion um Kontrolle der Netzbetreiber, Nutzerfreiheit und weltweite Kompatibilität dürfte noch lange weitergehen.