Netflix bringt frischen Wind in seine Plattform und erweitert die Funktion Moments. Was zunächst nur wie ein einfacher Lesezeichen-Dienst wirkte, wird nun zu einem echten Clip-Tool. Der Grund dafür ist klar: Serien und Filme leben heute oft davon, dass einzelne Szenen in Memes oder kurzen Clips viral gehen. 
Paradebeispiel: die legendäre Tanzszene aus „Wednesday“, die allein auf YouTube über 70 Millionen Aufrufe erreicht hat.
Die erste Version von Moments war ziemlich unspektakulär. Man konnte nur einen bestimmten Punkt speichern und später dorthin zurückspringen. Jetzt aber lässt sich ein Start- und Endpunkt setzen – also ein kompletter Ausschnitt erstellen. Das macht es viel einfacher, Highlights, Gags oder epische Szenen festzuhalten und mit Freunden zu teilen.
Das Timing ist kein Zufall: Gerade ist Teil 2 der zweiten Staffel von „Wednesday“ erschienen. Netflix setzt darauf, dass Fans massenhaft Clips posten und damit die Serie noch größer machen. Interessant: Der aktuell beliebteste Moment stammt gar nicht von Wednesday, sondern von KPop Demon Hunters. Dort hat die Szene mit dem Song „Soda Pop“ die Spitze übernommen – ein Beweis, wie schnell Trends kippen können.
Die Bedienung ist simpel: App auf dem Smartphone öffnen (iOS oder Android), Clip-Button tippen, Start und Ende wählen, speichern. Danach findet man den Moment im Tab „Mein Netflix“. Er lässt sich beliebig oft abspielen oder verschicken. Ein Haken bleibt allerdings: Clips sind nur für Abonnenten sichtbar. Wer kein Netflix hat, bleibt außen vor – ein subtiler Hinweis im Stil von: „Tja, kein Abo? Dann siehst du’s eben nicht.“
Kritiker halten die Neuerung für überflüssig und sehen darin nur einen Versuch, Nutzer künstlich zu binden. Andere feiern es als cleveren Weg, Serien ins Gespräch zu bringen und FOMO auszulösen. Klar ist: Netflix will nicht nur, dass wir schauen, sondern auch, dass wir darüber reden.
3 kommentare
für mich top, liebe es witzige szenen schnell wiederzusehen
fühlt sich an wie ne schlechte tiktok-kopie lol
typischer trick um leute zum abo zu ziehen, fomo lässt grüßen