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Apple verschiebt den Einsatz von Samsung-Sensoren auf 2027 – Sony behält die Kontrolle

von ytools
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Seit Jahren setzt Apple bei den iPhone-Kameras fast ausschließlich auf Sensoren von Sony. Diese Abhängigkeit bringt dem Konzern zwar Stabilität, schränkt aber die Verhandlungsmacht und den Spielraum für Innovationen ein. Deshalb gilt es schon lange als Ziel, die Lieferkette breiter aufzustellen. Samsung, das bereits Displays, Speicherchips und andere zentrale Komponenten für Apple liefert, war als Kandidat gesetzt, um auch in den Kamerabereich einzusteigen.
Apple verschiebt den Einsatz von Samsung-Sensoren auf 2027 – Sony behält die Kontrolle
Eigentlich sollten erste 48-Megapixel-Sensoren schon im iPhone 18 landen. Doch laut dem bekannten Analysten Ming-Chi Kuo wird die Massenproduktion erst 2027 starten – also ein Jahr später als erhofft.

Die Verzögerung zeigt einmal mehr, wie vorsichtig Apple bei zentralen Hardware-Komponenten vorgeht. Gerade die Kamera ist ein entscheidendes Kaufargument, und die Qualität darf nicht schwanken. Zwar hat Samsung enorme Erfahrung in der Halbleiterfertigung und liefert seit Jahren zuverlässig an Apple. Doch Kamerasensoren sind Neuland in dieser Partnerschaft. Deshalb verfolgt Apple eine gestufte Strategie: Zunächst sollen die neuen Sensoren in günstigeren und Mittelklasse-iPhones erscheinen, bevor sie den Weg in die Pro-Modelle finden. Ganz ähnlich lief es beim hauseigenen 5G-Modem, das Apple zuerst in Einsteigermodellen testete.

Samsung arbeitet Gerüchten zufolge an einem dreischichtigen CMOS-Sensor, der besonders bei schlechten Lichtverhältnissen, beim Dynamikumfang und bei der Farbwiedergabe Vorteile bringen soll. Gelingt die Integration, könnte Samsung nicht nur Apple beliefern, sondern auch die eigene Galaxy-Serie mit modernster Kameratechnik ausstatten. Allerdings sind die Hürden hoch: Apples Qualitätsmaßstäbe gehören zu den strengsten der Branche. Erst wenn Samsung dauerhaft Stabilität und Präzision beweist, werden die Sensoren in die Premium-iPhones eingebaut.

Für Sony bedeutet das eine komfortable Zwischenzeit. Der japanische Konzern behält seine Monopolstellung und kann weiterhin die Bedingungen diktieren. Für Apple bedeutet das wiederum weniger Spielraum bei Preisverhandlungen. Dennoch scheint Apple bereit, zu warten, um sicherzugehen, dass die Technologie reif ist.

Für Kundinnen und Kunden heißt das: Wer auf große Kamera-Neuerungen gehofft hat, wird noch vertröstet. Die iPhone-18-Reihe wird voraussichtlich weiterhin ausschließlich mit Sony-Sensoren ausgestattet sein. Erst beim iPhone 19 oder später könnten die ersten Samsung-Sensoren zum Einsatz kommen. Manche sehen darin unnötige Vorsicht, andere wiederum schätzen Apples Geduld und den Anspruch, nur ausgereifte Technik einzusetzen.

Langfristig könnte Samsungs Einstieg die Dynamik verändern. Ein echter Wettbewerb zwischen Sony und Samsung dürfte die Entwicklung in der Smartphone-Fotografie beschleunigen – zum Vorteil aller Nutzer. Bis dahin bleibt Sony aber alleiniger Herrscher über einen der wichtigsten Bausteine des iPhones.

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1 kommentar

oleg December 5, 2025 - 6:43 pm

einfach ein smartphone für 100 euro ohne schnickschnack wäre mal was

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