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Neuer Präsident bei Wizards of the Coast: Steht ein Dungeons & Dragons MMORPG bevor?

von ytools
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Wizards of the Coast sorgt erneut für Schlagzeilen in der Gaming-Welt – diesmal durch einen Führungswechsel und ehrgeizige Pläne für die Zukunft von Dungeons & Dragons. Das Unternehmen, das Rollenspielgeschichte geschrieben hat, hat John Hight als neuen Präsidenten ernannt. Vielen Spielern ist er ein Begriff: Über ein Jahrzehnt lang war er bei Blizzard als leitender Verantwortlicher für World of Warcraft tätig.
Neuer Präsident bei Wizards of the Coast: Steht ein Dungeons & Dragons MMORPG bevor?
Daher überrascht es kaum, dass er nun offen über den Wunsch spricht, ein neues MMORPG im D&D-Universum zu realisieren.

In einem Gespräch mit GamesIndustry.biz erklärte Hight, dass ihn die Idee enorm reizt, er jedoch kein klassisches MMO im Stil vergangener Jahrzehnte auf den Markt bringen möchte. Die Modelle, die einst für Ultima Online, EverQuest oder selbst World of Warcraft funktioniert haben, seien heute überholt. Spieler von heute erwarteten frische Impulse, mehr Dynamik und neue Interaktionsmöglichkeiten. Hight betonte, dass ein solches Projekt in Etappen wachsen müsse – ein „kriechen, gehen, laufen“-Prozess, bei dem zunächst die technische Basis, die richtige Infrastruktur und ein starkes Entwicklerteam aufgebaut werden müssten, bevor man an ein MMORPG dieser Größenordnung denken könne.

Für Fans klingt das zugleich aufregend und ernüchternd. Zwar existieren bereits zwei MMOs im D&D-Kosmos – Dungeons & Dragons Online (2006) und Neverwinter (2013) – doch beide gelten inzwischen als in die Jahre gekommen und konnten nie die Popularität erreichen, die der Marke eigentlich zusteht. Im Vergleich zu Platzhirschen wie World of Warcraft oder Final Fantasy XIV wirkten sie eher klein und begrenzt. Hight macht klar: Ein neues D&D-MMO ist derzeit kein offizielles Projekt. Selbst wenn die Entscheidung fallen sollte, könnte es fast ein Jahrzehnt dauern, bis das Spiel tatsächlich erscheint.

Bis dahin setzt Wizards of the Coast auf eine breite Palette an Projekten, die die Marke D&D in unterschiedliche Richtungen ausbauen sollen. Noch in diesem Jahr erscheint Demeo x Dungeons & Dragons: Battlemarked. Für 2026 ist Project Baxter geplant – ein Koop-Online-Spiel des Studios Starbreeze, bekannt durch Payday. Außerdem arbeitet Invoke (früher Tuque Games, Entwickler von Dark Alliance) an einem neuen Titel, während Giant Skull unter der Leitung von Stig Asmussen ein Action-Adventure entwickelt. Auch Gameloft ist beteiligt – mit einem Survival-RPG, das Genre-Elemente mischen soll.

Zudem hat Wizards kürzlich ein Team ehemaliger Monolith- und Cliffhanger-Games-Entwickler um Michael de Plater verpflichtet, das derzeit an einer „spannenden neuen Spielidee“ arbeitet – ob diese im D&D-Universum angesiedelt ist, bleibt offen. Parallel dazu unterstützt das Unternehmen weitere Markenprojekte: Archetype Entertainment entwickelt mit Exodus ein Sci-Fi-RPG im Stil von Mass Effect, während Atomic Arcade an einem Spiel zu GI Joe arbeitet.

Die Botschaft ist eindeutig: Unter der Leitung von John Hight will sich Wizards of the Coast nicht allein auf klassische Tabletop-Rollenspiele verlassen, sondern im digitalen Markt eine deutlich größere Rolle spielen. Ein neues MMORPG im D&D-Universum bleibt vorerst Vision – aber die Grundlagen für eine mögliche Umsetzung werden schon jetzt geschaffen. Für Rollenspielfans verspricht die kommende Dekade spannende Entwicklungen und viele neue Abenteuerwelten.

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3 kommentare

Freestyle September 28, 2025 - 6:01 am

wenn das ein WoW 2.0 mit D&D wird, bin ich dabei

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Anonymous October 3, 2025 - 8:01 am

Neverwinter war ganz ok, aber schnell langweilig

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Hackathon October 11, 2025 - 9:31 pm

gebt mir lieber Baldur’s Gate 4 😂

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