AMD hat offiziell angekündigt, dass der Ryzen 5 9500F, das neue Einstiegsmodell der Zen-5-Reihe, am 16. September im Handel erscheinen wird. 
Der Prozessor soll preisbewusste Gamer ansprechen, die die Vorteile der neuen Architektur nutzen möchten, ohne direkt tief in die Tasche greifen zu müssen. Doch schon jetzt gibt es Diskussionen, ob sich der Kauf wirklich lohnt.
Technisch betrachtet ähnelt der 9500F stark dem Ryzen 5 9600X. Er verfügt über 6 Kerne und 12 Threads, einen Basistakt von 3,8 GHz und einen Boost von bis zu 5,0 GHz. Der Unterschied liegt im Detail: 400 MHz weniger Boost-Takt und der Verzicht auf eine integrierte Grafikeinheit. Wer den Chip kauft, braucht also zwingend eine dedizierte Grafikkarte. Abgesehen davon bleibt alles gleich – 65W TDP und identischer Cache.
AMD selbst hebt deutliche Performance-Gewinne gegenüber dem Vorgänger Ryzen 5 7500F hervor. In Baldur’s Gate 3 sollen bis zu 24% mehr Leistung erreicht werden, im Schnitt über zehn große AAA-Spiele rund 9%. In kompetitiven Titeln wie Shootern oder MOBAs sollen es im Mittel 11% sein. Die Tests liefen bei 1080p mit hohen Einstellungen, also in einem Szenario, das Prozessorleistung stärker betont. Dennoch weist AMD darauf hin, dass die Resultate je nach System abweichen können.
Ganz anders sehen es unabhängige Tests, etwa von der chinesischen Plattform Bilibili (via @9550pro). Dort zeigte sich der 9500F in Verbindung mit einer GeForce RTX 5080 lediglich 3,5% schneller als der 7500F – und das vor allem in zwei Spielen: DOTA 2 und Call of Duty: Black Ops 6. In den restlichen Games war der Unterschied so gering, dass er praktisch im Alltag untergeht.
Auch der Preis wirft Fragen auf. In China liegt der Startpreis bei 1.299 Yuan, also rund 181 US-Dollar vor Steuern. Damit kostet der 9500F nur 20 Dollar weniger als der Ryzen 5 9600X, der nicht nur minimal schneller ist, sondern zusätzlich über eine integrierte GPU verfügt. Für viele Käufer dürfte das Mehr an Flexibilität die kleine Preisdifferenz rechtfertigen.
Unterm Strich positioniert sich der Ryzen 5 9500F als günstiger Einstieg in die Zen-5-Welt. Wer von einem älteren Modell wie dem 7500F kommt und vor allem kompetitive Spiele zockt, könnte hier einen kleinen Vorteil sehen. Doch verglichen mit dem 9600X bleibt der Mehrwert fraglich. Ob der Chip sich durchsetzt, hängt am Ende von den ausführlichen Tests der Community und den Angeboten im Handel ab.