OneXPlayer hat auf seinem jüngsten Event gleich zwei neue Geräte vorgestellt: das X1 Air Handheld und das kompakte externe Grafikmodul OneXGPU Lite. 
Während das Unternehmen mit dem X1 Pro bereits für Aufsehen gesorgt hatte, will es nun mit einer leichteren Bauweise und frischen Features noch stärker in den Markt für mobiles Gaming vordringen.
X1 Air: Handheld, Tablet und Notebook in einem
Das X1 Air setzt auf das bekannte 3-in-1-Konzept und vereint Konsole, Tablet und Laptop in einem Gerät. Mit abnehmbaren Controllern und einer magnetischen Tastatur lässt sich schnell zwischen Gaming- und Arbeitsmodus wechseln.
Im Inneren arbeiten die neuen Intel Lunar Lake Core Ultra Series 2 CPUs. Der Ultra 5 228V erreicht bis zu 4,5 GHz, der Ultra 7 258V schafft sogar 4,8 GHz. Beide Prozessoren bieten vier Performance-Kerne und vier stromsparende Effizienz-Kerne, sodass Leistung und Akkulaufzeit gut ausbalanciert sind. Bei der Grafik setzt OneXPlayer erstmals auf Intels Battlemage-GPU-Architektur. Der Ultra 5 ist mit einer Arc 130V (7 Xe2-Kerne, bis 1,85 GHz) ausgestattet, der Ultra 7 mit einer Arc 140V (8 Xe2-Kerne, bis 1,95 GHz). Diese integrierten GPUs liegen laut ersten Benchmarks mindestens auf Augenhöhe mit AMDs RDNA 3.5 iGPUs – teilweise sogar darüber.
Dazu kommen 32 GB LPDDR5x-8533 RAM sowie NVMe-SSDs mit bis zu 2 TB Speicher (PCIe 4.0). Über einen Mini-SSD-Slot lässt sich zusätzlich bis zu 1 TB mit 4000 MB/s anbinden. Für Energie sorgt ein Akku mit 72,77 Wh, der durch die effiziente CPU-Architektur spürbar längere Laufzeiten als Vorgängermodelle ermöglichen soll.
Display und Anschlüsse
Das X1 Air ist mit einem 10,95-Zoll-Touchscreen ausgestattet, der 2560×1600 Pixel, eine Bildwiederholrate von 120 Hz und bis zu 540 Nits Helligkeit liefert. Damit gehört das Panel zu den besten seiner Klasse. Für Anschlüsse gibt es zwei USB 4.0 Type-C Ports, einen USB 3.2 Type-A, einen Kopfhöreranschluss, einen TF 4.0 Kartenslot (bis 2 TB) sowie drahtlose Optionen wie Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.2. Der Sound stammt von einem Harman-Lautsprecherset und soll deutlich kräftiger sein als bei vielen Konkurrenzgeräten.
Das Gehäuse misst 252 x 163,5 x 13,5 mm und wiegt 835 g. Damit ist das Gerät tragbar, aber kein Hosentaschen-Format. Im Vergleich zum X1 Pro fehlt die Oculink-Schnittstelle – ein Detail, das manche Nutzer vermissen könnten.
Preise und Varianten
- Ultra 5-228V (32 GB + 512 GB): 6899 RMB (~950 USD)
- Ultra 7-258V (32 GB + 1 TB): 7999 RMB (~1100 USD)
- Ultra 7-258V (32 GB + 2 TB): 8599 RMB (~1200 USD)
Die Preise sind hoch und werden unweigerlich mit Ultrabooks verglichen werden. OneXPlayer setzt jedoch auf den Vorteil von Flexibilität und Formfaktor.
OneXGPU Lite: Kompakte eGPU mit Radeon RX 7600M XT
Das zweite Highlight ist das OneXGPU Lite, eine abgespeckte Version des ursprünglichen OneXGPU. Im Inneren arbeitet die AMD Radeon RX 7600M XT auf Basis der RDNA-3-Architektur. Sie bietet 32 Compute Units, 2048 Shader, 32 MB Infinity Cache und 8 GB GDDR6-Speicher über ein 128-Bit-Interface bei 18 Gbps – das ergibt bis zu 288 GB/s Bandbreite. Die Taktraten gehen bis 2,3 GHz bei einer Leistungsaufnahme von 120 W. Da es noch keine mobilen RDNA-4-GPUs gibt, bleibt RDNA 3 vorerst der Standard für eGPUs.
Spannend ist die angebliche Unterstützung von USB5/Thunderbolt 5. Doch Vorsicht: Einen USB5-Standard gibt es offiziell nicht. Wahrscheinlich handelt es sich um USB4 v2 oder TB5. Dennoch klingt die versprochene Geschwindigkeit vielversprechend. An Anschlüssen bietet das Modul einen Type-C-Port mit bis zu 65 W Power Delivery, einen Oculink-Slot sowie DisplayPort 2.0 mit Unterstützung für zwei Bildschirme. Das Gehäuse misst 114 x 116 x 34,5 mm, wiegt 493,5 g und wird durch einen Radiallüfter (13,6 CFM) gekühlt. Die Stromversorgung übernimmt ein integriertes 280-W-Netzteil.
Preislich liegt das Lite bei 3899 RMB (~550 USD) und ist damit günstiger als das ursprüngliche OneXGPU mit RX 7800M – und dennoch stark genug, um die Grafikleistung unterwegs erheblich zu steigern.
Fazit
Mit dem X1 Air und dem OneXGPU Lite unterstreicht OneXPlayer den Anspruch, eine umfassende Plattform für mobiles Gaming zu bieten. Das Handheld vereint starke Hardware mit Vielseitigkeit, während das Lite-Modul Desktop-Grafikpower in einem tragbaren Format nachliefert. Kritik gibt es an den hohen Preisen und an der fragwürdigen Vermarktung des Begriffs „USB5“. Doch technisch gesehen sind beide Geräte ein starkes Signal dafür, dass mobile Gaming-Hardware erwachsen wird.
4 kommentare
120hz und 540 nits auf nem handheld, irre!
preis ist happig, specs aber echt stark
835g tragbar? naja eher fürs backpack als für die hosentasche
usb5? sowas gibts nicht, meinten sicher thunderbolt 5