Wenn man an kaputte Smartphone-Kameras denkt, fallen einem normalerweise Stürze, Kratzer oder vielleicht ein Bad im Wasser ein. Doch Marques Brownlee, besser bekannt als MKBHD, hat nun ein viel ungewöhnlicheres Problem mit seinem iPhone 16 Pro offengelegt: Die Kamera wurde dauerhaft beschädigt, nachdem er in der Nähe eines Autos mit LiDAR-System filmte. Plötzlich tauchten leuchtende Punkte auf jedem Video und Foto auf. 
Anfangs dachte er an Staub oder Softwarefehler – doch die Flecken blieben. Am Ende war klar: Der Bildsensor war irreparabel geschädigt.
Nach längeren Tests fand MKBHD heraus, dass das LiDAR des Fahrzeugs der Auslöser war. LiDAR („Light Detection and Ranging“) scannt die Umgebung mit Laserimpulsen. Für das menschliche Auge ungefährlich, aber für empfindliche Kamera-Sensoren kann die Strahlung verheerend sein. Das Ergebnis: eingebrannte Punkte, die nicht mehr verschwinden.
Professionelle Kameras sind oft mit speziellen Filtern ausgestattet, die Infrarot- und Laserstrahlen blockieren. Smartphones hingegen setzen vor allem auf ein schlankes, kompaktes Design. Platz für robuste Schutzschichten bleibt da kaum. Genau dieses Manko machte das iPhone 16 Pro angreifbar. Laut Marques war das LiDAR-System des Volvo EX90 schuld, das seinen Sensor wortwörtlich „verbrannt“ hat.
Das Problem betrifft nicht nur die Ästhetik: Einmal beschädigt, erscheinen die Punkte auf jedem Bild und jedem Video. Eine Reparatur gibt es nicht – außer das komplette Kameramodul auszutauschen, was teuer und ärgerlich ist. Und klar ist auch: Es betrifft nicht nur Apple. Jedes Smartphone ohne ausreichenden Schutz vor Infrarotstrahlung kann in die gleiche Falle tappen, egal ob Samsung, Google oder andere Hersteller.
Besonders brisant: Die meisten Nutzer wissen gar nichts von dieser Gefahr. Autohersteller wollen mit LiDAR keine Kameras zerstören, doch dieser Nebeneffekt ist real. Online kursieren bereits Videos, die zeigen, wie sich Sensoren in Echtzeit ruinieren, sobald man auf ein Auto mit aktivem LiDAR filmt. Für Blogger, Journalisten oder einfach Fans von Autoshows kann das zum echten Albtraum werden: Wenige Sekunden reichen, um die Smartphone-Kamera dauerhaft zu ruinieren.
Das Statement von MKBHD sollte als Weckruf verstanden werden. Je mehr Autos mit LiDAR ausgestattet werden, desto größer das Risiko für Handykameras. Hersteller müssen überlegen, wie sie ihre Sensoren besser schützen können. Bis dahin gilt: Vorsicht beim Filmen von Autos mit LiDAR – ein kurzer Clip kann reichen, um die wichtigste Funktion des Smartphones dauerhaft unbrauchbar zu machen.
1 kommentar
zeig mal wie dein iPhone den Wagen aufgenommen hat, muss trotzdem geil ausgesehen haben…