Die CES 2026 dürfte für AMD zu einem der wichtigsten Auftritte der letzten Jahre werden – und das nicht nur wegen der Hardware. Nach drei Jahren Pause kehrt CEO Lisa Su zurück auf die große Bühne in Las Vegas und will „mutige“ Pläne für Ryzen-Prozessoren, Radeon-Grafikkarten und KI-Lösungen vorstellen. 
Ihre letzte CES-Keynote liegt bereits seit 2023 zurück, dementsprechend hoch sind die Erwartungen.
Der Zeitpunkt könnte kaum spannender sein: Die Branche befindet sich mitten im Umbruch. NVIDIA, Intel und Apple treiben das Thema Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing mit Vollgas voran. AMD, das mit Ryzen und Radeon sein Comeback geschafft hat, möchte zeigen, dass man nicht nur bei Gaming und Consumer-PCs mithalten kann, sondern auch im Bereich der Rechenzentren und KI-Plattformen ernst genommen werden muss. Die CES läuft offiziell vom 6. bis 9. Januar, doch AMD startet schon am 5. Januar mit seiner Keynote – praktisch als „CES-Vorabend“.
Laut der Consumer Technology Association (CTA) wird die Präsentation das gesamte Produktportfolio abdecken: von Desktop- und Notebook-CPUs der neuen Zen-6-Generation über die heiß erwartete Radeon-Architektur RDNA 5 (intern auch UDNA 5 genannt) bis hin zu EPYC-Serverprozessoren und Instinct-Beschleunigern für KI-Workloads. Lisa Su wird außerdem betonen, wie AMDs adaptive Technologien und Software-Stacks in Wissenschaft, KI-Forschung, Gaming und Industrie zum Einsatz kommen. Damit will AMD unterstreichen: Man versteht sich nicht mehr als reiner CPU- oder GPU-Anbieter, sondern als Komplettanbieter für moderne Rechenlösungen.
Besonders im Fokus stehen die kommenden Zen-6-Prozessoren. Unter den Codenamen „Olympic Ridge“ für Desktop und „Medusa Point“ für mobile APUs verspricht man deutliche Leistungszuwächse. Die Community hofft auf mehr Kerne, größere Caches und vielleicht die kolportierten Taktsteigerungen, auch wenn viele diese Leaks mit Vorsicht genießen. Auf der Grafikseite gilt es, mit Radeon RDNA 5 nicht nur bei der Rohleistung, sondern auch bei Raytracing und KI-Funktionen aufzuholen. Im Datacenter-Bereich richtet sich der Blick auf EPYC und Instinct – hier will AMD weiter gegen NVIDIAs Vormachtstellung antreten.
Aber es geht nicht nur um Benchmarks. Lisa Su ist mittlerweile das Gesicht des AMD-Turnarounds. Unter ihrer Führung hat das Unternehmen den Sprung von der Krise zurück an die Branchenspitze geschafft. Ihre Rückkehr auf die CES-Bühne ist deshalb auch ein Statement: AMD sieht sich als Innovationstreiber – vom KI-PC bis hin zum Hyperscale-Cluster. Die Keynote dürfte eine Mischung aus technischer Tiefe und strategischer Vision liefern.
Natürlich werden Fans und Kritiker wieder über Preise, Effizienz und Verfügbarkeit streiten. Doch klar ist: Im Januar 2026 wird AMD versuchen zu beweisen, dass „Mut“ nicht nur ein Schlagwort ist, sondern der Schlüssel, um mit Intel und NVIDIA auf Augenhöhe zu bleiben.
3 kommentare
Zen5 war eher enttäuschend, Zen6 muss richtig krachen sonst wird’s eng
Mobile-Grafik immer noch schwach, ernsthaft, Spiele auf der alten Xbox sahen besser aus 🤦
lol CES ist offiziell 6.-9. Januar, aber AMD geht schon am 5. live – quasi CES-Eve 😂