Der Schlagabtausch zwischen Apple und Samsung geht in die nächste Runde – diesmal mit dem neuen iPhone Air im Mittelpunkt. Auf den ersten Blick könnte man es für ein gewöhnliches Jahresupdate halten, doch tatsächlich steckt mehr dahinter. Apple wagt einen ungewöhnlichen Schritt: Das Air ist nicht nur dünner als das Galaxy S25 Edge, sondern auch günstiger. Kombiniert mit dem brandneuen A19 Pro Chip, der für KI-Anwendungen optimiert wurde, ergibt sich ein Paket, das das iPhone-Line-up wieder aufregend machen könnte.
Die auffälligsten Vorteile sind klar: Preis und Design. 
Mit nur 5,6 mm ist das iPhone Air das bisher dünnste iPhone, noch schlanker als das Galaxy S25 Edge mit 5,8 mm. Auf dem Papier wirkt der Unterschied gering, in der Wahrnehmung aber enorm – perfekt für Apples Marketing. Dazu kommt ein Preis von 999 US-Dollar, also 100 Dollar weniger als bei Samsungs Modell. Für Apple, das seit Jahren für hohe Preise steht, ist das ein bewusster Schritt, um preisbewusste Käufer zurückzugewinnen.
Innen drin gibt es keine Abstriche: Der A19 Pro Chip ist darauf ausgelegt, komplexe KI-Aufgaben zu stemmen, und das Gehäuse aus Titan sowie das Ceramic Shield Glas bringen Stabilität trotz des filigranen Designs. Bei der Präsentation in Cupertino war die Stimmung ungewöhnlich euphorisch: Applaus brach aus, sobald das Air gezeigt wurde. Selbst nach monatelangen Leaks wirkte das Gerät noch frisch und überraschend.
Natürlich musste Apple für diese Bauweise Kompromisse eingehen. Die Batterie ist kleiner, und obwohl Apple von „ganztägiger Laufzeit“ spricht, muss sich erst zeigen, ob das auch im Alltag funktioniert. Ein weiteres Streitthema ist die Kamera. Während das iPhone 17 mit zwei Linsen und die Pro-Modelle mit drei ausgestattet sind, hat das Air nur eine einzige Hauptkamera. Apple setzt hier stark auf Software-Tricks und Computational Photography, unterstützt durch die Leistung des A19 Pro. Ob das reicht, um Nutzer zufriedenzustellen, bleibt abzuwarten.
Trotz dieser Schwächen sehen Analysten enormes Potenzial. Das Air ersetzt die eingestellte Plus-Reihe, die bisher einen festen Anteil an den Verkäufen hatte, und verbindet nun schlankes Design mit attraktiverem Preis. Damit könnte Apple nicht nur Stammkunden zu einem Upgrade bewegen, sondern auch in Märkten wie China punkten, wo ultradünne Modelle von lokalen Marken stark nachgefragt werden. Viele Beobachter fühlten sich sogar an die Präsentation des ersten MacBook Air erinnert – damals ein Meilenstein für Mobilität und Design. Nun könnte das iPhone Air eine ähnliche Rolle im Smartphone-Bereich übernehmen.
Unterm Strich will Apple mit dem iPhone Air beweisen, dass ein erschwinglicheres Modell nicht automatisch Verzicht bedeutet. Es ist ein Statement-Produkt: dünn, leichter, günstiger – aber dennoch leistungsfähig. Ob die kleinere Batterie und die Ein-Kamera-Lösung als Schwächen hängengeblieben oder als clevere Balance akzeptiert werden, wird die Praxis zeigen. Sicher ist: Apple hat mit dem Air die Diskussion neu entfacht – und vielleicht auch das Momentum zurückgewonnen, das zuletzt fehlte.
2 kommentare
Apple hat endlich mal wieder was Neues gebracht, wurde auch Zeit
erinnert mich total an das erste MacBook Air, hübsch aber mit Abzügen