Apple hat die iPhone-17-Reihe vorgestellt, und das neue Highlight trägt den Namen iPhone Air. Mit nur 5,6 mm ist es das dünnste iPhone aller Zeiten und gehört auch insgesamt zu den schlanksten Smartphones auf dem Markt. Um dieses Design zu erreichen, hat Apple einen radikalen Schritt gemacht: Der SIM-Karten-Slot wurde gestrichen – das iPhone Air setzt ausschließlich auf eSIM. 
Für die einen ist das ein logischer Schritt in die Zukunft, für andere ein unnötiger Verlust an Flexibilität.
Warum Apple beim iPhone Air nur auf eSIM setzt
Die Entscheidung hatte nicht nur optische Gründe. Ohne SIM-Schacht und Auswurfmechanismus bleibt im Inneren mehr Platz. Diesen hat Apple genutzt, um den Akku leicht zu vergrößern – ein Wunsch, den viele Nutzer seit Jahren äußern. Zusätzlich trägt der Verzicht auf Öffnungen dazu bei, dass weniger Staub oder Wasser eindringen kann. Das Ergebnis ist ein robusteres Gerät mit höherer Schutzklasse.
Apple sieht eSIM als logischen Standard der Zukunft. Statt einer Plastikkarte wird die SIM direkt im Gerät gespeichert und lässt sich in wenigen Sekunden bei weltweit über 500 Netzbetreibern aktivieren – darunter AT&T, Verizon, T-Mobile, Vodafone und Orange. Besonders für Vielreisende ist das praktisch: Man kann digitale Tarife direkt online buchen, ohne Ladenbesuch oder SIM-Tool.
Die Vorteile von eSIM
Neben der Bequemlichkeit punktet eSIM auch bei der Sicherheit. Da sie nicht herausgenommen werden kann, bleibt ein gestohlenes iPhone Air weiterhin über „Wo ist?“ auffindbar. Außerdem können mehrere Profile gespeichert werden. Mit iOS 26 lassen sich diese unkompliziert verwalten, was vor allem für Nutzer mit Dienst- und Privatnummer oder für Vielreisende ein Plus ist.
Gestalterisch passt der Schritt zu Apples Linie: weniger Anschlüsse, minimalistisches Design. Wie schon beim Kopfhöreranschluss oder klassischen USB-Ports geht Apple konsequent weiter und verschiebt den Standard in Richtung digital-only.
Nachteile und Bedenken
Trotzdem gibt es Kritik. Mit einer physischen SIM konnte man bei Defekten das Kärtchen einfach in ein Ersatzgerät stecken und sofort weitertelefonieren. Mit eSIM hängt alles von Software und Netzbetreiber ab – und in manchen Ländern ist die Unterstützung noch lückenhaft. Das könnte Reisenden oder Nutzern in weniger gut ausgebauten Märkten Probleme bereiten.
Ein weiterer Punkt: Datenschutz. Wer sein Handy komplett vom Netz nehmen wollte, zog bisher einfach die SIM-Karte. Mit eSIM ist das nicht mehr möglich. Das mag eine Nische sein, zeigt aber, dass der Fortschritt auch Kompromisse erfordert.
Vergleich mit der Konkurrenz
Andere Hersteller bieten mehr Flexibilität. Das Galaxy S25 Edge von Samsung unterstützt sowohl eSIM als auch physische SIM und gibt Nutzern damit Wahlfreiheit. Diese Kombination ist besonders praktisch auf Reisen, wenn man einen lokalen Tarif nutzen will, aber trotzdem eSIM fürs Roaming aktiviert lässt. Auch Google setzt beim Pixel 10 auf eSIM-only in den USA, hat beim faltbaren Pixel 10 Pro Fold aber weiterhin einen Schacht eingebaut. Apple hingegen geht kompromisslos vor – beim iPhone Air gibt es nur eSIM.
Fazit: ein mutiger Schritt
Mit dem iPhone Air zeigt Apple klar die Richtung: schlankere Geräte, volldigitale Lösungen. Für Nutzer in Europa oder den USA, wo eSIM weit verbreitet ist, dürfte der Umstieg reibungslos sein. In Märkten mit langsamer Einführung wird der Wechsel schwieriger. Doch Apple war schon immer Vorreiter, wenn es um radikale Designentscheidungen ging – vom Diskettenlaufwerk über die Kopfhörerbuchse bis hin zum Netzteil im Karton. Jetzt trifft es die SIM-Karte.
Ob man es als Innovation oder Bevormundung empfindet: Das iPhone Air ist ein klares Statement. Apple beschleunigt den Abschied von der Plastikkarte – und setzt alles auf die digitale Zukunft.
1 kommentar
Apple nimmt immer was weg… erst Kopfhörerbuchse, dann Ladegerät, jetzt SIM. Wetten, nächstes Jahr fallen die Knöpfe 😂