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Apple A19 Pro verliert im Multi-Core, bleibt aber Effizienz-Meister

von ytools
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Lange Zeit galten Apples Prozessoren als das Maß aller Dinge im Smartphone-Bereich. Jedes Jahr übernahm der neue Chip souverän die Spitze in Sachen Leistung und Effizienz. Doch mit dem A19 Pro hat Apple einen anderen Kurs eingeschlagen: Statt purer Power steht nun Energieeffizienz im Vordergrund – und das hat Konsequenzen. In Multi-Core-Benchmarks ziehen plötzlich Samsungs Exynos 2600 und Qualcomms Snapdragon 8 Elite 5 vorbei.

Der A19 Pro treibt das iPhone Air, das iPhone 17 Pro und das iPhone 17 Pro Max an.
Apple A19 Pro verliert im Multi-Core, bleibt aber Effizienz-Meister
Gefertigt wird er von TSMC im optimierten 3nm-Prozess (N3P). Die CPU besteht aus sechs Kernen: zwei Performance- und vier Effizienzkerne. Gegenüber dem A18 Pro liegt der Leistungszuwachs bei rund 13 Prozent – solide, aber kein großer Sprung. Der Fokus liegt klar auf Laufzeit und thermischer Stabilität.

Ein Blick auf Geekbench 6 macht das deutlich: Mit 3895 Punkten im Single-Core-Test bleibt Apple an der Spitze. Doch im Multi-Core-Bereich reicht es nur für 9746 Punkte. Der Snapdragon 8 Elite 5 im Galaxy S26 Edge kommt selbst bei reduzierter Taktung (4,0 statt 4,74 GHz) auf 11.515 Punkte – satte 18 Prozent mehr. Im Gegenzug liegt Apple im Single-Core weiterhin etwa 13 Prozent vorn.

Auch der Exynos 2600 sorgt für Aufsehen. Er ist der erste Smartphone-Prozessor im 2nm-Verfahren mit Gate-All-Around-Transistoren (GAA). Diese umschließen den Kanal komplett, reduzieren Leckströme und steigern die Leistung. Ergebnis: kompaktere Chips mit höherer Effizienz. In Benchmarks erreicht der Exynos 2600 im Multi-Core-Bereich 15 Prozent mehr als der A19 Pro, fällt aber im Single-Core um etwa 15 Prozent zurück. Zum Einsatz kommt er voraussichtlich in Galaxy S26 Pro und S26 Edge – außer in den USA, Kanada und China, wo Qualcomm übernimmt.

Damit haben erstmals seit langer Zeit Android-Chips die Nase vorn in synthetischen Tests. Noch vor wenigen Jahren schien das undenkbar. Aber Benchmarks sind eben nicht alles. Für Alltagsnutzer zählen Akkulaufzeit, Kamera, Display und Software-Ökosystem mehr als ein paar tausend Punkte Unterschied. Die neuen iPhones fühlen sich weiterhin extrem reaktionsschnell an – und die längere Akkulaufzeit spricht für Apples Ansatz.

Dass Apple nur sechs Kerne einsetzt, während Snapdragon acht und Exynos zehn Kerne bieten, ist bewusst gewählt. Weniger Hitzeentwicklung, längere Stabilität unter Last und Effizienz statt Maximalwerte. Mit dem nahenden 2nm-Prozess von TSMC, der ebenfalls GAA-Technologie nutzt, dürfte Apple schon im nächsten Jahr wieder die Schlagzeilen dominieren.

Und seien wir ehrlich: Kaum jemand kauft ein Smartphone wegen Geekbench-Punkten. Googles Pixel 10 XL mit Tensor G5 erreicht nur 2285 (Single-Core) und 6191 Punkte (Multi-Core) – und trotzdem greifen viele dazu, weil Kamera und KI-Funktionen überzeugen. Genau darin liegt die eigentliche Wahrheit: Benchmarks sind interessant, aber selten kaufentscheidend.

Der A19 Pro ist also kein Benchmark-König, aber ein clever konstruierter Chip, der Apples Philosophie widerspiegelt: Effizienz, Stabilität und Alltagstauglichkeit. Die Konkurrenz mag aktuell mehr Kerne und höhere Multi-Core-Scores liefern – doch Apple behält die Oberhand, wenn es um das Gesamterlebnis geht.

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3 kommentare

TechBro91 September 14, 2025 - 8:31 am

a19 pro ist solide, aber sehr konservativ designt

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TechBro91 September 16, 2025 - 8:01 am

pixel 10 xl punktet kaum, aber kamera ist halt top

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MacMuse November 8, 2025 - 6:09 am

glaub nicht dass samsung apple schon wieder schlägt 😂

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