Am 10. 
Oktober 2025 erscheint Battlefield 6, und schon jetzt sorgt ein Thema für heiße Diskussionen: Sollten Konsolenspieler das Crossplay mit dem PC eingeschaltet lassen oder nicht? Die Entwickler von Ripple Effect – gemeinsam mit EA verantwortlich für den neuen Serienteil – hoffen, dass PS5- und Xbox-Series-Spieler dabeibleiben. Gleichzeitig geben sie offen zu: Ganz ohne Cheater auf dem PC wird es niemals gehen.
Im Gespräch mit IGN erklärten Technikdirektor Christian Buhl und Senior Designer Matthew Nickerson, wie ernst das Thema für sie ist. Laut Buhl gibt es ein eigenes Anti-Cheat-Team innerhalb von Battlefield, bestehend aus Ingenieuren und Analysten, die verdächtige Aktivitäten prüfen, neue Cheats aufspüren und Spieler bannen. Parallel dazu betreibt EA ein weiteres, spezialisiertes Anti-Cheat-Team, das eng mit Ripple Effect zusammenarbeitet.
Das Herzstück dieser Bemühungen ist das neue System Javelin, unterstützt durch Secure Boot und kontinuierliches Monitoring. Trotzdem bleibt Buhl realistisch: „Cheater wird es immer geben. Es ist ein ewiges Katz-und-Maus-Spiel. Wir können es ihnen extrem schwer machen, aber wir können nicht versprechen, dass ihr auf PC-Spieler trefft, ohne jemals einem Cheater zu begegnen.“
Schon die offene Beta im August zeigte, wie groß das Problem ist: Bis zum 8. August wurden über 330.000 Cheat-Versuche blockiert – nur einen Tag nach dem Early-Access-Start. Trotzdem gelang es einigen, durch die Maschen zu schlüpfen. Nickerson räumte ein, dass dies ärgerlich sei, betonte jedoch, dass man aggressiv gegensteuere und die Systeme zum Release und darüber hinaus ständig verbessert werden.
Besonders umstritten bleibt das Crossplay. In Battlefield 6 ist es standardmäßig aktiviert, sodass Spieler auf PS5, Xbox Series und PC gemeinsam antreten. Wer es abschaltet, bleibt aber nicht allein: PlayStation- und Xbox-Spieler können weiterhin zusammenspielen, nur PC wird ausgeschlossen. „Wenn ihr es deaktiviert, habt ihr quasi Konsolen-Crossplay. PC-Spieler sind dann raus“, erklärte Nickerson.
Viele Konsolenspieler wollen genau das. Denn die Sorgen gehen über Cheater hinaus: Maus und Tastatur gelten als unschlagbarer Vorteil gegenüber Controllern. Selbst mit Aim Assist fühlt es sich für viele unfair an, gegen PC-Spieler anzutreten, die blitzschnell und millimetergenau reagieren können. Hinzu kommen Kritikpunkte wie das Fehlen eines Server-Browsers und der Einsatz von Bots, was schon in Battlefield 2042 für Unmut sorgte.
Buhl versucht, Vertrauen zu schaffen: „Wir möchten, dass Konsolenspieler überzeugt sind, dass die meisten Gegner ehrlich spielen. Wir investieren massiv, damit Cheater keine Chance haben.“ Am Ende liegt die Entscheidung bei den Spielern: schnelleres Matchmaking und größere Lobbys mit Crossplay oder kleinere, aber sichere Konsolen-Lobbys.
Interessant ist, dass auch PC-Spieler unzufrieden sind. Viele wollen fair spielen, werden aber automatisch unter Verdacht gestellt. Manche ärgern sich, dass sie nicht problemlos mit Freunden auf Konsolen zusammenspielen können. Für die Entwickler ist es die größte Herausforderung, ein Anti-Cheat-System zu liefern, das das Vertrauen beider Seiten zurückgewinnt.
Klar ist: Battlefield 6 startet mit der ambitioniertesten Anti-Cheat-Offensive der Seriengeschichte. Ob Crossplay die Community zusammenbringt oder weiter entzweit, wird sich allerdings erst nach Release zeigen.
3 kommentare
Ein Serverbrowser fehlt total. In 2042 war’s schon schlimm mit Bots
Auch ehrliche PC-Spieler leiden, weil alle denken sie wären Cheater 😑
PC ohne Cheater? Hahaha, niemals 😂