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iPhone Air und Galaxy S25 Edge werden ultradünn, Pixel 10 bleibt kräftiger

von ytools
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Der Smartphone-Markt liebt Trends – und der neueste heißt: so dünn wie möglich. Apple und Samsung haben in diesem Jahr die Messlatte gesetzt. Mit dem iPhone Air, das nur 5,6 mm misst, und dem Galaxy S25 Edge mit 5,8 mm sind Geräte erschienen, die fast schon unglaublich schlank wirken. Noch vor wenigen Jahren hätte man solche Maße für Science-Fiction gehalten. Doch ein großer Name bleibt außen vor: Google. Die Pixel-10-Reihe hat keine ultradünne Variante, und das hat nachvollziehbare Gründe.

Die ersten Vorboten dieser Entwicklung gab es bereits auf dem Mobile World Congress in Barcelona, wo Tecno das Spark Slim mit 5,75 mm präsentierte.
iPhone Air und Galaxy S25 Edge werden ultradünn, Pixel 10 bleibt kräftiger
Damals dachten viele, es handele sich nur um eine technische Fingerübung. Aber nun haben Apple und Samsung bewiesen, dass sich solche Konzepte in die Massenproduktion überführen lassen. Doch Google hält sich zurück – und das passt zur bisherigen Strategie des Unternehmens.

Google setzt lieber auf Vorsicht

Google hat schon mehrfach gezeigt, dass man bei neuen Formfaktoren zögert. Das erste Pixel Fold kam 2023 auf den Markt, ganze vier Jahre nachdem Samsung mit dem Galaxy Fold die Kategorie gestartet hatte. Dabei war Google früher durchaus für waghalsige Ideen bekannt, man denke nur an das modulare Ara-Projekt. Heute ist der Ansatz deutlich konservativer: lieber kein Risiko eingehen, als Ressourcen in einen fragwürdigen Trend zu stecken. Ein Pixel 10 Slim hätte in dieses Muster kaum gepasst.

Pixel-Design: Kameras sind das A und O

Ein weiterer Grund liegt in der klaren Designphilosophie. Seit dem Pixel 6 tragen alle Modelle ein massives Kameramodul, zuerst als breite Leiste, inzwischen als ovales Element bei Pixel 9 und 10. Claude Zellweger, Designchef bei Google, verteidigte diese Entscheidung mit dem Hinweis, dass die Fotoqualität oberste Priorität habe. Und die braucht Platz. Das Pixel 10 Pro misst zwar 8,5 mm, mit Kamerabuckel sind es aber fast 11 mm. Ultrathin? Fehlanzeige.

Apple punktet mit nur einer Kamera

Apple konnte beim iPhone Air einen Trick ausspielen: den Verzicht auf mehrere Linsen. Schon bei Geräten wie dem iPhone SE oder dem iPhone 16e war ein Single-Cam-Setup etabliert. Dadurch war es einfacher, ein extrem flaches Gehäuse umzusetzen. Google hat hingegen seit dem Pixel 3 von 2018 keine Modelle mehr mit nur einer Kamera veröffentlicht. Mehrfachkameras sind Standard, und das macht einen ultradünnen Pixel noch komplizierter. Samsung schaffte immerhin zwei Linsen im S25 Edge, aber für Google wäre es ein größerer Balanceakt.

Nachfrage überschaubar

Selbst wenn Google ein dünnes Pixel bauen könnte: Lohnt es sich? Ein Blick auf die Verkaufszahlen des S25 Edge liefert eine klare Antwort. Rund 650.000 Geräte im ersten Monat, insgesamt gut eine Million. Klingt nicht schlecht, aber im Vergleich zu über 20 Millionen verkauften Galaxy-S25-Modellen insgesamt ist das eher ernüchternd. Berichten zufolge hat Samsung die Produktion in manchen Märkten zurückgefahren, weil die Nachfrage hinter den Erwartungen blieb. Der Wow-Effekt der Dünne reicht offenbar nicht aus, um die praktischen Nachteile – kleinere Akkus, stärkere Erwärmung, fragile Gehäuse – wettzumachen.

Auch beim iPhone Air ist Skepsis angebracht. Zwar fehlen noch harte Verkaufszahlen, doch schon jetzt gibt es Diskussionen über die Akkulaufzeit. Apple brachte sogar das MagSafe-Battery-Pack zurück, um die Schwächen abzufedern. Klar, die Hardcore-Fans werden es kaufen, doch für die breite Masse ist es womöglich zu kompromissbelastet.

Kommt irgendwann ein dünnes Pixel?

Komplett ausschließen lässt sich das nicht. Sollte sich der Trend doch stärker durchsetzen, könnte ein Pixel 11 Slim denkbar sein. Aber momentan sieht es so aus, als bliebe Google lieber bei seinen Stärken: KI-Features, Software-Optimierung und vor allem exzellente Kameras. Ein paar Millimeter mehr Gehäusedicke sind da nebensächlich.

Unterm Strich gilt: Pixel-Besitzer müssen zwar ein etwas dickeres Gerät in der Tasche tragen, bekommen dafür aber längere Akkulaufzeit und erstklassige Fototechnik. Google definiert sich lieber über Substanz statt über Show-Effekte. Bleibt die Frage: Würden Sie lieber ein hauchdünnes Gerät nutzen, oder schätzen Sie die Robustheit und Ausdauer eines etwas kräftigeren Smartphones?

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