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Google erlaubt jetzt das Teilen von Gemini Gems – echte Konkurrenz für ChatGPT

von ytools
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Google hat seinem KI-Assistenten Gemini ein Feature spendiert, das viele Nutzer schon lange gefordert haben: Die Möglichkeit, eigene Gems mit anderen zu teilen. Damit schließt Google eine wichtige Lücke gegenüber ChatGPT, wo die sogenannten Custom GPTs schon länger für Begeisterung sorgen.
Google erlaubt jetzt das Teilen von Gemini Gems – echte Konkurrenz für ChatGPT
Ab sofort können Gemini-User ihre maßgeschneiderten Assistenten nicht nur selbst nutzen, sondern auch mit Kollegen, Freunden oder der Community teilen.

Zur Erinnerung: Gems sind personalisierte Versionen von Gemini, die sich für spezielle Aufgaben konfigurieren lassen – sei es als Schreibcoach, Lernhilfe, Karriereberater oder Coding-Partner. Bis vor kurzem waren sie jedoch fast ausschließlich Nutzern des kostenpflichtigen Gemini Advanced vorbehalten, und verfügbar waren lediglich einige Standard-Vorlagen von Google selbst. Das schränkte die Kreativität der Community massiv ein und machte Gemini im Vergleich zu ChatGPT deutlich unattraktiver.

Mit dem Update fällt diese Beschränkung. Nutzer mit Privat- oder Workspace-Konto können jetzt Gems erstellen und teilen. Die Funktion ist clever ins Google-Drive-System eingebunden: Im Bereich „Meine Gems“ gibt es neben dem Bearbeiten-Symbol nun eine Teilen-Schaltfläche. Wie bei anderen Drive-Dateien kann man dann einen Link generieren oder per E-Mail einladen. Wer einen geteilten Gem öffnet, bekommt einen Hinweis, dass es sich um eine freigegebene Version handelt. Alle eigenen Eingaben landen in einem separaten Bereich „Mit mir geteilt“. Außerdem lassen sich Anleitungen kopieren und beliebig abwandeln – Remix inklusive.

Sobald man teilt, legt Google automatisch im Drive einen Ordner „Gemini Gems“ an. Die Dateien erscheinen mit eigenem Icon, und beim Öffnen landet man direkt im Gemini-Interface. Das wirkt nicht nur ordentlich, sondern zeigt auch Googles Strategie: Die KI soll tief in die ohnehin etablierten Arbeits- und Lern-Tools integriert werden.

OpenAI bietet mit seinen Custom GPTs dieses Konzept schon länger an und konnte damit eine lebhafte Community aufbauen. Google hat hier Zeit verloren, doch mit dem neuen Sharing-Modell holt man auf. Erste Stimmen berichten sogar, dass Gemini in bestimmten Szenarien – etwa bei strukturiertem Lernen oder Workflow-Automatisierung – ChatGPT übertrifft. Mit dem Teilen von Gems könnten sich besonders im Bildungs- und Teamkontext spannende neue Möglichkeiten ergeben.

Am Ende geht es nicht nur um Features, sondern um die Philosophie: OpenAI positioniert ChatGPT als eigenständigen Assistenten, Google hingegen bindet Gemini eng ins bestehende Ökosystem ein. Mit der Freigabe von Gems wird Gemini flexibler, sozialer und insgesamt konkurrenzfähiger. Ob das reicht, um ChatGPT ernsthaft herauszufordern, bleibt offen. Klar ist aber: Google rüstet kräftig auf und will beim KI-Wettlauf nicht zurückfallen.

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1 kommentar

Virtuoso October 19, 2025 - 12:57 am

drive-integration macht total sinn, passt ins google-ökosystem

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