Dreame Technology, bislang vor allem für smarte Staubsaugerroboter und Haushaltsgeräte bekannt, wagt nun den Sprung in ganz neue Märkte. Das Unternehmen, an dem Xiaomi beteiligt ist, kündigte bereits einen Elektro-Supersportwagen an, der stark an einen Bugatti erinnert. 
Jetzt folgt der nächste Schritt: ein eigener Smartphone-Einstieg mit dem Modell Dreame Space.
Der offizielle Teaser auf Weibo zeigt zwar noch kein Design, macht aber deutlich, dass Fotografie im Mittelpunkt stehen wird – insbesondere die Astrofotografie. Dieser Fokus ist clever gewählt, denn Nacht- und Sternenaufnahmen sind ein aktueller Trend, mit dem sich High-End-Smartphones voneinander abheben. Für einen Neuling wie Dreame könnte dieser Ansatz helfen, schnell Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Doch die Skepsis ist groß: Wird das Dreame Space ein eigenständiges Gerät oder lediglich ein umbenanntes Redmi- oder POCO-Modell mit neuer Oberfläche? Kritiker erinnern daran, dass Dreame beim Auto-Teaser stark an Bugatti angelehnte Bilder nutzte, die wohl mit KI erstellt wurden. Gleichzeitig bringt die Verbindung zu Xiaomi Vorteile: bewährte Produktionsketten, erprobte Technik und ein weltweites Vertriebsnetz.
Die Entwicklung spiegelt einen größeren Trend wider: Die Grenzen zwischen Smartphones und Elektroautos verschwimmen. Moderne E-Autos sind längst fahrende Computer mit riesigen Displays, Sensoren, Apps und Over-the-Air-Updates. Toyota und Huawei arbeiten bereits gemeinsam an Betriebssystemen für Fahrzeuge – Dreame will nun gleich in beiden Welten mitmischen.
Ob das gelingt, bleibt fraglich. Der Smartphone-Markt ist extrem gesättigt, und im EV-Bereich sind die Investitionen gewaltig. Dennoch sind es oft Quereinsteiger, die frischen Wind bringen. Wenn es Dreame schafft, mehr zu liefern als eine simple Xiaomi-Kopie, könnte das Dreame Space zum echten Überraschungserfolg werden – oder eben zu einem weiteren Experiment, das im Wettbewerb untergeht.