WhatsApp hat eine neue und von vielen Nutzern ersehnte Funktion vorgestellt: Nachrichtenübersetzung. Damit will der Messenger das Chatten über Sprachgrenzen hinweg deutlich einfacher machen – sei es in internationalen Gruppen, in der Familie oder im Job. 
Die Idee: Fremdsprachige Nachrichten sollen nicht mehr zum Hindernis werden.
Die Funktion steht sowohl in Einzelchats als auch in Gruppen und Kanälen bereit. Um sie zu nutzen, genügt ein längeres Drücken auf die Nachricht, dann erscheint die Option „Übersetzen“. Danach kann man die gewünschte Sprache auswählen. Für Android-Nutzer gibt es zusätzlich eine Komfortfunktion: automatische Übersetzungen für den gesamten Chatverlauf lassen sich aktivieren, sodass eingehende Nachrichten sofort in der eigenen Sprache erscheinen.
Laut WhatsApp erfolgt die Übersetzung direkt auf dem Gerät. Selbst Meta habe damit keinen Zugriff auf die Inhalte. Kritische Stimmen zweifeln jedoch, ob man dem Konzern in Sachen Datenschutz vertrauen sollte. Befürworter verweisen hingegen darauf, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und lokale Verarbeitung immer noch sicherer sind als SMS oder unsichere Alternativen.
Der Rollout erfolgt schrittweise: Auf Android werden zunächst Englisch, Spanisch, Hindi, Portugiesisch, Russisch und Arabisch unterstützt. Auf dem iPhone gibt es von Beginn an über 19 Sprachen. Weitere sollen nach und nach folgen.
Zwar erinnern viele daran, dass Konkurrenten wie Telegram und WeChat solche Übersetzungen schon seit Jahren anbieten. Doch WhatsApp setzt auf die Besonderheit der Geräte-basierten Verarbeitung, was mehr Geschwindigkeit und Zugänglichkeit auch für Smartphones ohne KI-Funktionen bedeutet. Für manche ist es ein längst überfälliger Schritt, für andere ein entscheidender Meilenstein für die globale Kommunikation.