
Studie zeigt: iPhone 13 ist das meistgenutzte Modell in den USA – und warum Nutzer ihre Handys länger behalten
Eine neue Umfrage von Reviews.org mit 1.000 Erwachsenen in den USA bringt spannende Einblicke in das Nutzungsverhalten von Smartphone-Besitzern. Die meisten Amerikaner geben an, ihr Handy nach rund drei Jahren austauschen zu wollen. Tatsächlich geschieht der Wechsel jedoch deutlich früher: nach durchschnittlich 29 Monaten – also etwa zwei Jahren und fünf Monaten. Damit behalten die Nutzer ihre Geräte rund 40 % länger, als sie es ursprünglich geplant hatten.
Die größte Überraschung: Das meistgenutzte iPhone in den USA ist nicht das brandneue iPhone 15 oder ein teures High-End-Modell, sondern das iPhone 13 aus dem Jahr 2021
. Dieses Modell hat sich als perfekte Mischung aus Preis, Leistung und Zuverlässigkeit etabliert und ist für Millionen von Menschen zur ersten Wahl geworden.
Warum warten die Leute mit dem Upgrade?
Gefragt nach den Gründen für den Kauf eines neuen Smartphones, nannten 21,9 % der Befragten bessere Leistung als Hauptmotivation. Angesichts jährlicher Leistungssteigerungen von 15 bis 30 % bei mobilen Prozessoren ist dieser Wunsch nachvollziehbar. Auf Platz zwei folgt die Akkulaufzeit, die 18,4 % als entscheidend angaben. Weitere Gründe waren neue Funktionen (13 %), Verlust oder Schaden (12,8 %), Kompatibilität mit neuer Technik (7,6 %), zu wenig Speicher (7,5 %), attraktive Vertrags- oder Tauschangebote (5,7 %) und eine bessere Kamera (4,3 %). Nur 7,8 % gaben zu, sich allein wegen des neuesten Modells ein neues Smartphone zu kaufen.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Hype um jährliche Neuanschaffungen abnimmt. Nutzer orientieren sich heute stärker an praktischem Nutzen und Preis-Leistungs-Verhältnis, statt dem reinen Statussymbol hinterherzujagen.
Wie Amerikaner ihre Smartphones bezahlen
Obwohl aktuelle Flaggschiffe meist über 1.000 Dollar kosten, liegt der durchschnittlich gezahlte Preis bei nur 634 Dollar. Möglich wird das durch Finanzierung und Tauschprogramme. Etwa 35 % nutzen Ratenpläne der Provider, 5 % greifen auf Herstellerfinanzierungen zurück und 47 % zahlen den vollen Preis sofort. Weitere 5,1 % bekommen das Smartphone geschenkt, während 2,2 % zu refurbished Modellen greifen.
Ein Beispiel liefert iPhone-Nutzer Ryan Parker, der sein altes Gerät über das Apple Card-Programm eingetauscht hat. Sein Argument: Mit jeder neuen Generation sinkt der Wert des alten iPhones. Deshalb „löse“ er den Restwert lieber frühzeitig ein und profitiere von niedrigeren monatlichen Raten ohne Zinsen. Dieses Vorgehen findet bei vielen Apple-Fans zunehmend Anklang.
iPhone gegen Android
Beim Blick auf die Marktanteile liegt Android in den USA knapp vorn: 52,1 % der Befragten nutzen ein Gerät mit Googles Betriebssystem, während 47,6 % ein iPhone besitzen. Nur 0,3 % gaben an, ein anderes System zu verwenden. Weltweit dominiert Android jedoch mit rund 72 %, was die besondere Stärke von Apple im US-Markt unterstreicht.
Auch in Sachen Zufriedenheit schneidet Apple besser ab: iPhone-Besitzer bewerteten ihr Gerät im Schnitt mit 4,16 von 5 Punkten, Android-Nutzer nur mit 3,98. Das iPhone 15 erhielt sogar die Höchstnote 5, während ältere Modelle wie das iPhone 13 Pro Max (4,72) oder das iPhone XR (4,56) immer noch stark abschneiden. Zum Vergleich: Samsungs aktuelles Flaggschiff Galaxy S23 Ultra kam lediglich auf 3,58 Punkte. Das erklärt, warum iPhones länger einen hohen Wiederverkaufswert behalten und ältere Modelle wie das iPhone 13 auch Jahre später beliebt bleiben.
Nutzungsgewohnheiten im Alltag
Die Befragten wurden zudem gebeten, ihr Screen-Time-Protokoll zu prüfen. Das Ergebnis: Dutzende Checks pro Tag und mehrere Stunden Nutzung in sozialen Medien, Chats und Video-Apps sind keine Seltenheit. Genau diese intensive Nutzung trägt dazu bei, dass Akkus nach ein bis zwei Jahren nachlassen – und somit ein zentraler Grund für ein neues Gerät sind.
Fazit
Das iPhone 13 hat sich zum Dauerbrenner entwickelt, weil Nutzer heute auf Beständigkeit, Preis-Leistung und Verlässlichkeit setzen. Finanzierungs- und Tauschprogramme senken die Einstiegshürde für Premium-Modelle, und die Konsumgewohnheiten der Amerikaner wandeln sich weg von Statuskäufen hin zu pragmatischen Entscheidungen. Damit ist nicht nur jedes neue Modell spannend – sondern auch, wie die Menschen mit ihren Handys umgehen.
2 kommentare
die meisten wechseln eh erst wenn das Handy endgültig den Geist aufgibt lol
klar ist das 13er so beliebt, war einfach das perfekte Modell