Samsung steht offenbar kurz davor, sein bislang ehrgeizigstes Projekt im Bereich der Smartphones zu enthüllen: ein Gerät mit dreifacher Faltung. Nachdem es jahrelang nur Konzepte und Leaks gab, verdichten sich nun die Hinweise, dass das sogenannte Galaxy TriFold tatsächlich noch in diesem Monat gezeigt wird. 
Damit würde Samsung nicht nur seine Foldable-Reihe erweitern, sondern den gesamten Markt in eine neue Dimension führen.
Das erste öffentliche Auftreten des Modells soll beim APEC-Gipfel (Asia-Pacific Economic Cooperation) stattfinden, der am 31. Oktober und 1. November in Südkorea abgehalten wird. Erwartet wird, dass das TriFold zunächst lediglich als Ausstellungsstück gezeigt wird, bevor im November eine vollständige Präsentation mit technischen Details folgt. Der Verkaufsstart dürfte ebenfalls in Südkorea erfolgen. Allerdings soll die erste Produktionscharge gerade einmal 50.000 Geräte umfassen – ein Bruchteil dessen, was Samsung normalerweise für Flaggschiff-Modelle einplant.
Damit geht Samsung bewusst vorsichtig vor: Die Technologie gilt als komplex, und die Nachfrage ist schwer abzuschätzen. Bisher war Huawei mit dem Mate XT praktisch der einzige Hersteller, der ein Triple-Fold-Gerät im Portfolio hat. Mit Samsungs Einstieg entwickelt sich aus einer Nische plötzlich ein echter Wettbewerb. Erfahrungsgemäß sorgt der Einstieg des südkoreanischen Konzerns dafür, dass auch andere Hersteller nachziehen und Innovationen beschleunigt werden. Ein Massenprodukt wird der TriFold aber vorerst nicht.
Ein wesentlicher Grund dafür ist der Preis: Schätzungen zufolge soll das Galaxy TriFold rund 3.000 US-Dollar kosten. Zum Vergleich: Huaweis Mate XT liegt immer noch bei etwa 2.500 US-Dollar. Damit ist klar, dass es sich um ein High-End-Produkt für Early Adopters handelt und nicht um ein Gerät für die breite Masse. Dennoch gilt: Wer technologisch vorne mit dabei sein möchte, wird das Gerät im Blick behalten.
Erste Bilder und Leaks deuten darauf hin, dass Samsungs TriFold im aufgeklappten Zustand die Form eines Tablets annimmt – ähnlich wie Huaweis Ansatz. Die Variationsmöglichkeiten sind begrenzt, doch Samsung könnte dank seiner Erfahrung mit den Galaxy Z Fold- und Z Flip-Reihen insbesondere bei der Haltbarkeit punkten. Sollte das gelingen, wäre es die bedeutendste Neuerung seit dem ersten Galaxy Fold aus dem Jahr 2019.
Auch eine internationale Veröffentlichung wird erwartet, inklusive USA. Ob die Kunden dort allerdings bereit sind, diesen Preis für ein Erstlingsmodell zu zahlen, bleibt fraglich. Eines ist jedoch sicher: Mit dem Galaxy TriFold tritt der Foldable-Markt in eine neue, ambitionierte Phase ein.
1 kommentar
cooles Konzept, aber ich bleib lieber bei Tablet + Smartphone getrennt