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FSR 4 freigeschaltet: RX 6000 erhält High-End-Upscaling durch simplen Hack

von ytools
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AMD FidelityFX Super Resolution 4 (FSR 4) sorgt seit Wochen für Gesprächsstoff in der Gaming-Community. Die Technik verspricht knackigere Bilder und flüssigeres Gameplay ohne die teuren Zusatzchips, auf die NVIDIA mit DLSS setzt. Offiziell ist FSR 4 nur für die Radeon RX 7000-Serie freigegeben, doch wieder einmal hat die Community bewiesen, dass sich solche künstlichen Grenzen leicht umgehen lassen.
FSR 4 freigeschaltet: RX 6000 erhält High-End-Upscaling durch simplen Hack
Mit einem simplen Trick läuft FSR 4 jetzt auch auf Radeon RX 6000-Karten – und das ganz ohne Leistungseinbußen.

Frühere Versuche, FSR 4 auf RDNA-2-Grafikkarten wie der RX 6800 oder RX 6900 XT zu aktivieren, waren ernüchternd. Mit den geleakten INT8-Dateien ließ sich das Feature zwar freischalten, doch die Folge waren spürbare Einbrüche von bis zu 20 % FPS. Für viele lohnte sich der Aufwand nicht, besonders im Vergleich zur RX 7000-Serie, die FSR 4 nativ unterstützt. Doch nun hat ein User im Forum von Computer Base eine verblüffend einfache Methode geteilt: Man muss lediglich zwei DLL-Dateien austauschen – schon läuft FSR 4 auf der RX 6000 so stabil wie auf den neueren Karten.

Der Ablauf ist unkompliziert: Zunächst lädt man sowohl einen älteren Adrenalin-Treiber (z. B. Version 23.9.1) als auch den neuesten herunter. Beide Archive werden mit 7-Zip oder WinRAR entpackt. Aus dem alten Treiber kopiert man die Dateien amdxc32.dll und amdxc64.dll und ersetzt damit die gleichnamigen Dateien im Verzeichnis des neuen Treibers. Anschließend installiert man den aktualisierten Treiber neu – und FSR 4 ist auf der RX 6000 aktiviert. Anders als bei früheren Modding-Lösungen bleibt die Performance dabei vollkommen stabil.

Tests aus der Community zeigen, dass eine RX 6800 mit FSR 4 im Quality- oder Native-Modus eine Bildqualität liefert, die fast identisch mit einer RX 7900 ist, die das Feature offiziell unterstützt. Auch im Performance-Modus bleibt die Framerate konstant hoch, ohne die üblichen Ruckler. Einziger kleiner Unterschied: Die inoffizielle INT8-Version des Upscalers ist etwas älter als die aktuelle FP8-Implementierung von AMD – sichtbar ist das allerdings kaum.

Die Entdeckung hat eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Viele loben AMDs „Fine Wine“-Effekt: Radeon-Karten altern besser, weil sie über die Jahre immer mehr Leistung durch Treiberoptimierungen freischalten. Gleichzeitig wird AMD aber auch kritisiert, weil sie selbst nicht früher eine offizielle Lösung für RDNA 2 bereitgestellt haben. Dass ein Hobby-User mit einem simplen Trick etwas umsetzt, wofür ein Milliardenkonzern Jahre gebraucht hat, wirkt auf viele befremdlich.

Für Besitzer einer RX 6000 ist es aber ein echter Gewinn: Sie können ihre Hardware länger nutzen und dennoch von modernen Upscaling-Technologien profitieren. Angesichts steigender GPU-Preise und knapper Verfügbarkeit ist das ein starkes Argument, die bestehende Karte nicht vorschnell zu ersetzen.

Ob AMD diesen Trick offiziell duldet oder mit künftigen Treibern blockiert, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Mit nur zwei Dateien hat die Community FSR 4 für tausende User freigeschaltet – ein weiterer Beweis dafür, dass die spannendsten Innovationen oft nicht aus Konzernzentralen, sondern von den Gamern selbst kommen.

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1 kommentar

Anonymous November 17, 2025 - 5:44 am

schon krass, dass ein einzelner user schneller liefert als amd

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