Apple hat es erneut nicht geschafft, ein kommendes Produkt bis zur offiziellen Präsentation geheim zu halten. Diesmal ist das M5 iPad Pro in einem vollständigen Unboxing-Video aufgetaucht, noch bevor die Firma selbst ein Wort dazu gesagt hat. Der YouTuber Wylsacom konnte bereits die 13-Zoll-Version mit 256 GB ausprobieren und lieferte nicht nur Eindrücke vom Gerät, sondern auch erste Benchmarks. 
Während Apple nun prüft, wie das Gerät in fremde Hände gelangen konnte, diskutiert die Community schon über Design und Leistung.
Optisch gibt es kaum Neues zu berichten. Wer ein frisches Design erwartet hat, dürfte enttäuscht sein: Das M5 iPad Pro gleicht dem Vorgänger fast bis ins Detail. Apple setzt offensichtlich weiterhin auf kleine, iterative Verbesserungen, statt ein Risiko mit radikalen Änderungen einzugehen. Diese Strategie sorgt einerseits für Stabilität, andererseits kritisieren viele Nutzer, dass man für hohe Preise nur minimale Updates erhält.
Die Leistungsdaten sind allerdings interessanter. Laut Geekbench 6 liegt die Single-Core-Leistung des M5 etwa 10 % über der des M4, während die Multi-Core-Werte fast 16 % besser sind. Der größte Sprung zeigt sich jedoch bei der GPU: Im Metal-Benchmark steigt die Grafikleistung um rund 34 %. Für grafikintensive Anwendungen wie Gaming, Video-Editing oder 3D-Workflows ist das ein klarer Vorteil. Auf der anderen Seite bleibt der Zuwachs im AnTuTu-Test mit knapp 8 % eher bescheiden.
Wie üblich sind die Reaktionen gespalten. Befürworter loben die konsequente Weiterentwicklung und betonen, dass Apple trotz kleiner Schritte seine Effizienz und Stabilität ausbaut. Kritiker hingegen werfen dem Unternehmen vor, auf Benchmarks wie Geekbench zu setzen, die angeblich zu stark zugunsten von Apple-Hardware ausfallen. Für viele stellt sich letztlich die Frage: Reicht dieser Leistungszuwachs wirklich aus, um von einem M4 auf ein M5 iPad Pro umzusteigen?
Interessant ist, dass Wylsacom schon früher exklusive Geräte vorab gezeigt hat. Sein Video zum M4 MacBook Pro erschien ebenfalls vor der offiziellen Ankündigung, woraufhin Apple das Produkt kurz danach offiziell vorstellte. Es wäre also keine Überraschung, wenn der Launch des M5 iPad Pro bereits in den kommenden Tagen folgt.
Die Strategie der Kalifornier ist klar: lieber sichere, kontinuierliche Verbesserungen statt riskanter Design-Experimente. Der M5 iPad Pro scheint sich vor allem an Profis zu richten, die auf zusätzliche Grafik-Power angewiesen sind. Für Gelegenheitsnutzer, die schon ein M4 besitzen, könnte sich der Wechsel dagegen kaum lohnen.
Egal wie die Diskussion ausgeht: Apple gelingt es einmal mehr, schon vor einer offiziellen Vorstellung die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ob das M5 iPad Pro als großer Schritt oder eher als kleiner Fortschritt in Erinnerung bleibt, wird sich erst im Alltag zeigen.
2 kommentare
sie glänzen auch in cinebench und SPEC, nicht nur in geekbench
geekbench ist kompletter Müll, zweimal laufen lassen und du kriegst andere Werte 😂