Die Nintendo Switch 2 sorgt weiter für Diskussionen – nicht nur wegen ihrer Hardware, sondern auch wegen der Umsetzung von NVIDIAs DLSS-Technologie. 
Ein neuer Deep-Dive von Alex Battaglia (Digital Foundry) zeigt nun, dass die Konsole tatsächlich zwei verschiedene Varianten von DLSS unterstützt, die jeweils unterschiedliche Stärken und Schwächen haben.
Bei Spielen wie Cyberpunk 2077, Street Fighter 6, Hogwarts Legacy, Star Wars Outlaws, The Touryst und Fast Fusion konnte man beide Versionen identifizieren. Die erste entspricht weitgehend dem CNN-Modell, das man auch vom PC kennt: Sie sorgt für saubere Kanten, bessere Bildrekonstruktion bei Bewegungen und Übergängen sowie eine solide Handhabung von Objekten, die ins Bild kommen oder verschwinden. Auf der Switch 2 kommt diese „volle“ DLSS-Variante jedoch nur bei Spielen zum Einsatz, die bis maximal 1080p hochskaliert werden – alles darüber wäre zu rechenintensiv für den mobilen Chip.
Die zweite Variante ist die schon länger vermutete „Light“-Version von DLSS. Sie liefert in Standbildern ein deutlich schärferes Ergebnis, bricht aber bei schnellen Bewegungen oder Kameraschwenks zusammen und zeigt unaufbereitete Pixel. Genau diese abgespeckte Version wird dann genutzt, wenn Spiele eine höhere Auflösung als 1080p anstreben. Der Grund ist simpel: Sie kostet nur etwa die Hälfte der Rechenzeit im Vergleich zum CNN-Modell und macht es so möglich, ambitioniertere Auflösungen überhaupt erst zu realisieren.
Ein Entwickler bestätigte gegenüber Digital Foundry, dass beide DLSS-Varianten tatsächlich im System verfügbar sind und verschiedene Presets bieten. Damit hat Nintendo den Studios Flexibilität gegeben: Entweder flüssigere Bilddarstellung bei 1080p mit der vollen Variante oder knackigere Standbilder bei höheren Auflösungen mit der Light-Version. Dass die Switch 2 als erste Handheld-Konsole überhaupt DLSS unterstützt, ist technisch beeindruckend – gleichzeitig zeigt es aber auch, wie hart das System an seine Grenzen stößt.
Bislang nutzen nur Third-Party-Studios DLSS auf der Switch 2. Offenbar muss Nintendo seine eigenen Engines noch anpassen, bevor First-Party-Titel in den Genuss kommen. Sollte das gelingen, könnten wir noch deutliche Fortschritte sehen. Momentan sind die Meinungen geteilt: Für die einen ist es ein starkes Zeichen, dass ein Handheld so moderne Technik integriert, für andere ist es nur ein fauler Kompromiss, um die schwache Hardware zu kaschieren.
Fazit: Die Switch 2 bietet zwei DLSS-Ansätze. Die volle Version liefert stabilere Ergebnisse, bleibt aber bei 1080p stehen. Die Light-Version ermöglicht höhere Auflösungen, verliert dafür in Bewegung an Qualität. Ob Spieler das als cleveren Kompromiss oder als Enttäuschung empfinden, wird sich erst mit kommenden Titeln zeigen.
3 kommentare
schon krass dass ein handheld überhaupt dlss packt
coole technik, aber wirkt wie ne tarnung für schwache hardware
scharfes bild im stand, aber sobald man sich bewegt pixelbrei 😂