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Clair Obscur: Expedition 33 dominiert die Golden Joystick Awards 2025

von ytools
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Clair Obscur: Expedition 33 dominiert die Golden Joystick Awards 2025

Clair Obscur: Expedition 33 dominiert die Nominierungen der Golden Joystick Awards 2025

Die Golden Joystick Awards gehören zu den traditionsreichsten und wichtigsten Preisen der Gaming-Welt – und das Besondere daran ist, dass am Ende nicht allein Kritiker oder Insider entscheiden, sondern die Spieler selbst. Für 2025 sind die Nominierungen nun veröffentlicht, verteilt auf 21 Kategorien. Und in diesem Jahr gibt es einen klaren Favoriten: Clair Obscur: Expedition 33, das Debüt des französischen Studios Sandfall Interactive. Ein Überraschungserfolg? Vielleicht – aber vor allem ein Zeichen, dass frische Ideen neben etablierten Reihen bestehen können.

Das Spiel sicherte sich gleich sechs Nominierungen und ist damit der große Spitzenreiter. Auch Sandfall Interactive selbst wurde als „Studio des Jahres“ nominiert – ein beeindruckender Ritterschlag für einen Newcomer. Für Verwunderung sorgte allerdings, dass Clair Obscur nicht in der Kategorie „Bestes Konsolenspiel“ auftaucht, obwohl viele Fans das Erlebnis gerade auf den großen Bildschirmen für besonders eindrucksvoll halten.

Stattdessen liegt der Fokus auf den künstlerischen Stärken und den Schauspiel-Leistungen. Jennifer English ist als „Beste Hauptdarstellerin“ für ihre Rolle als Maelle nominiert. Ben Starr, der vielen durch Final Fantasy XVI bekannt ist, tritt als Verso in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ an. Damit wird deutlich, wie sehr die Jury die Atmosphäre, Erzählkunst und Figurenzeichnung von Clair Obscur honoriert.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: Ghost of Yōtei, Death Stranding 2: On the Beach und Kingdom Come: Deliverance 2 folgen mit jeweils vier Nominierungen dicht dahinter. Auch Hollow Knight: Silksong, das seit Jahren sehnsüchtig erwartete Sequel, ist in mehreren Kategorien vertreten – ein Beweis dafür, wie stark der Hype um Indie-Spiele sein kann.

Ein zentrales Element der Golden Joystick Awards ist das offene Voting. Zwar stellt ein Gremium die Shortlist zusammen, doch über die Sieger entscheiden die Stimmen der Spieler. Im vergangenen Jahr setzte sich Black Myth: Wukong als „Ultimate Game of the Year“ durch – dank überwältigender Unterstützung der Community. Dieses Jahr bleibt es spannend: Die Nominierungen für die Königskategorie werden erst am 3. November 2025 bekannt gegeben.

Die Vielfalt der Spielelandschaft zeigt sich besonders in den einzelnen Kategorien. „Beste Story“ vereint Horror-Schwergewichte wie SILENT HILL f mit experimentellen Titeln wie Blue Prince. „Bestes visuelles Design“ reicht von Kojimas surreale Death Stranding 2-Welten bis hin zu der poetischen Ästhetik von Sword of the Sea. Und im Multiplayer-Bereich treten Genre-Veteranen wie Battlefield 6 oder Mario Kart World REMATCH gegen Newcomer mit innovativen Ideen an.

Auffällig ist auch, wie sehr Indie und Self-Publishing an Bedeutung gewonnen haben. Hollow Knight: Silksong, Hades II und PEAK zeigen, dass kleine Teams mit kreativer Vision locker mit AAA-Produktionen mithalten können. Eigenveröffentlichte Spiele wie Keep Driving oder DELTARUNE belegen, dass die Szene selbstbewusster und vielfältiger wird.

Neben den Spielen werden auch die technischen Grundlagen gefeiert. Der Nintendo Switch 2 samt Pro Controller zählt zu den Nominierten, ebenso Hardware-Highlights wie die AMD Ryzen 9 9950X3D CPU oder die WD_BLACK SN8100 SSD. Das macht klar: Der Preis versteht Gaming als Gesamtökosystem, in dem Kunst, Technologie und Community zusammenspielen.

Im Mittelpunkt bleibt dennoch Clair Obscur. In seiner Rezension lobte Wccftech den Titel als „fesselnde Geschichte mit großartig geschriebenen Charakteren und Gameplay, das alten Mechaniken neues Leben einhaucht“. Spieler schwärmen vom visuellen Stil, der wie lebendig gewordene Malerei des 19. Jahrhunderts wirkt, und vom Soundtrack, der lange nachhallt. Für ein Debüt ist das außergewöhnlich: Sandfall Interactive ist schlagartig zu einem Namen geworden, den niemand mehr übersieht.

Gleichzeitig wird viel diskutiert: Warum fehlt Clair Obscur bei den Konsolenspielen? Weshalb taucht Ghost of Yōtei in so vielen großen Kategorien auf, obwohl es bislang weniger Beachtung in der Kritik fand? Solche Fragen zeigen, dass Preisverleihungen immer auch Überraschungen bereithalten. Unstrittig ist aber, dass Clair Obscur den Ton für 2025 gesetzt hat.

Ob das Spiel seine sechs Nominierungen in Preise verwandeln kann, bleibt abzuwarten. Doch schon jetzt ist klar: Clair Obscur: Expedition 33 ist nicht nur ein Geheimtipp, sondern ein echtes Phänomen – und der Beweis, dass ein Erstlingswerk die großen Platzhirsche herausfordern kann.

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1 kommentar

Dropper October 7, 2025 - 3:32 am

Jennifer English hat Maelle so stark gespielt, für mich die beste Performance

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