Intels neue Prozessorfamilie Panther Lake steht kurz davor, die mobile Chip-Landschaft ordentlich durchzurütteln. Nicht nur die Architektur wird grundlegend überarbeitet, auch die Namensgebung bekommt ein Update. 
Künftig tragen nur die Modelle mit dem Zusatz „X“ in der Core Ultra-Serie die leistungsstarke integrierte Grafikeinheit Xe3 Celestial mit 12 GPU-Kernen. Die normalen Varianten ohne „X“ müssen sich mit 10 Kernen zufriedengeben – immer noch ordentlich, aber eben nicht High-End.
Panther Lake folgt auf Lunar Lake und Arrow Lake – zwei Generationen, die sich auf Effizienz und Mobilität konzentrierten, aber auch Kompromisse mitbrachten. Lunar Lake etwa setzte auf verlöteten LPDDR5X-Speicher und begrenzte Konfigurationen. Mit Panther Lake geht Intel jetzt den nächsten Schritt: mehr Leistung, mehr Flexibilität und gleichzeitig eine längere Akkulaufzeit.
Das auffälligste Detail ist die neue Bezeichnungslogik. Intel behält das Core Ultra-Branding bei, ergänzt es aber um das „X“, das klar signalisieren soll, welche Modelle die stärkste Grafikkonfiguration haben. Laut dem bekannten Leaker Golden Pig Upgrade sind folgende Varianten geplant:
- Core Ultra X9 388H – 16 CPU-Kerne, 12 Xe3-GPU-Kerne
- Core Ultra X7 368H – 16 CPU-Kerne, 12 Xe3-GPU-Kerne
- Core Ultra X7 358H – 16 CPU-Kerne, 12 Xe3-GPU-Kerne
- Core Ultra 5 338H – 12 CPU-Kerne, 10 Xe3-GPU-Kerne
Der Unterschied zwischen 10 und 12 GPU-Kernen scheint klein, ist aber symbolisch wichtig. Das „X“ kennzeichnet künftig die Flaggschiff-Modelle – ähnlich wie früher das „K“ bei übertaktbaren Desktop-CPUs. Damit wird endlich klar, welche Chips wirklich die volle Grafikpower liefern. Intel scheint erkannt zu haben, dass eine einfachere und konsistentere Namensstruktur für viele Kunden ein echter Segen ist.
Technisch bringt Panther Lake einige große Neuerungen. Die Architektur kombiniert bis zu 16 CPU-Kerne in einem hybriden Aufbau aus Performance-, Effizienz- und LP-E-Kernen. Damit will Intel die optimale Balance zwischen Rechenleistung und Energieverbrauch erreichen – egal ob im Gaming-Notebook oder im ultraleichten Laptop. Während die H-Serie auf Performance ausgelegt ist, zielt die U-Serie auf Mobilität und Energieeffizienz mit 6 bis 8 Kernen.
Ein weiterer Pluspunkt: kein fester verlöteter Speicher mehr. Während Lunar Lake auf maximal 32 GB RAM beschränkt war, bietet Panther Lake deutlich mehr Spielraum für Aufrüstungen. Das macht die neuen Chips auch für Content-Creator, Power-User und kleine Gaming-Laptops interessant. Und trotz all der zusätzlichen Power will Intel die Laufzeit verbessern – ein ambitioniertes, aber glaubwürdiges Ziel.
Unterm Strich ist die Panther-Lake-Generation ein wichtiger Schritt, um Intels Ruf im Bereich integrierter Grafik zu stärken. Die neue Xe3 Celestial-GPU soll spürbare Fortschritte bringen – vielleicht sogar genug, um mit Einsteiger-Grafikkarten mitzuhalten. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten, aber eines steht fest: Intel bringt endlich Struktur, Klarheit und frischen Wind in sein Portfolio.
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Mal sehen, ob Panther Lake wirklich besser ist oder nur Marketing