Zelda Williams, die Tochter des verstorbenen Robin Williams, hat erneut scharf gegen die Verwendung von künstlicher Intelligenz protestiert, um das Bild oder die Stimme ihres Vaters nachzubilden. In einem emotionalen Instagram-Post machte die Regisseurin von Lisa Frankenstein deutlich, dass sie es leid ist, Videos zu sehen, in denen KI-Modelle versuchen, den beliebten Schauspieler zu „wiederbeleben“. 
Für sie ist das keine Hommage, sondern eine Entwürdigung seines Andenkens.
„Bitte hört auf, mir diese KI-Videos von meinem Vater zu schicken“, schrieb sie. „Ich will das nicht sehen, ich verstehe es nicht und ich werde es nie verstehen. Wenn ihr mich trollen wollt – nur zu, ich hab Schlimmeres gesehen. Aber wenn ihr auch nur ein bisschen Anstand habt, dann lasst es einfach. Das ist respektlos – ihm gegenüber, mir gegenüber, uns allen.“ Ihre Worte spiegeln sowohl persönliche Trauer als auch eine wachsende Sorge über die ethischen Grenzen von Technologie wider.
Williams beschrieb die Flut an KI-Inhalten als „digitalen Schrott“ – seelenloses Zeug, das aus alten Fragmenten zusammengewürfelt wird, um Klicks und Likes zu sammeln. „Es macht mich wahnsinnig, zu sehen, wie echte Menschen und ihre Kunst reduziert werden auf: ‘Sieht ungefähr so aus, passt schon’. Das ist keine Kunst, das ist eine Fabrik für seelenlose Wurst. Ihr produziert billige, überverarbeitete Hotdogs aus menschlichen Leben“, schrieb sie.
Besonders empört sie die Behauptung, KI sei die Zukunft. „Das ist nicht die Zukunft – das ist ein schlechter Remix der Vergangenheit“, warnte sie. „Ihr futtert am Ende einer endlosen menschlichen Kette aus recyceltem Content, während die Leute vorne im System lachen und kassieren.“ Ihre Worte treffen einen Nerv in der aktuellen Debatte über Deepfakes, digitale Nachbildungen und die ethischen Grenzen künstlicher Kreativität.
Bereits 2023 hatte Zelda Williams darauf hingewiesen, dass viele Entwickler versuchen, die Stimmen verstorbener Schauspieler für KI-Modelle zu nutzen – ohne deren Zustimmung, versteht sich. „Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie Menschen versuchen, Schauspieler wie meinen Vater zu rekonstruieren. Das ist keine Theorie – das passiert wirklich“, sagte sie damals und unterstützte damit die Haltung der Schauspielergewerkschaft SAG gegen unregulierte KI-Nutzung in Hollywood.
Robin Williams, der im August 2014 im Alter von 63 Jahren verstarb, bleibt eine unvergessene Ikone des Kinos. Doch seine Tochter erinnert daran, dass Respekt wichtiger ist als digitale Nostalgie. In einer Welt, in der Algorithmen Gesichter und Stimmen stehlen, fordert Zelda Williams eines: Menschlichkeit über Mechanik.