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AMD-Chefin Lisa Su über mögliche Intel-Partnerschaft: diplomatisch, aber loyal zu TSMC

von ytools
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Lisa Su, die CEO von AMD, hat in einem Interview mit Bloomberg auf heikle Fragen zu einer möglichen Partnerschaft mit Intel reagiert – vorsichtig, bedacht und mit typisch diplomatischer Zurückhaltung. Während sie keine klare Absage erteilte, betonte sie mehrfach die enge Zusammenarbeit mit TSMC und das Ziel, die Chipproduktion in den USA weiter auszubauen.
AMD-Chefin Lisa Su über mögliche Intel-Partnerschaft: diplomatisch, aber loyal zu TSMC
Zwischen den Zeilen war zu spüren: AMD hält an seinem Kurs fest, lässt sich aber künftige Optionen offen.

Die Spekulationen über ein mögliches AMD-Intel-Abkommen kamen auf, nachdem bekannt wurde, dass Unternehmen wie NVIDIA, SoftBank und sogar die Trump-Regierung in die Intel-Foundry-Sparte investiert oder Interesse daran gezeigt hatten. In diesem Kontext schien die Idee, dass auch AMD auf den Zug aufspringen könnte, zumindest theoretisch plausibel. Dennoch machte Su deutlich, dass AMDs Vertrauen in TSMC weiterhin das Fundament seiner Lieferkette bildet.

„Unsere Lieferkette ist sehr stark“, sagte Su. „Wir arbeiten eng mit TSMC zusammen und setzen klar auf den Ausbau der Fertigung in den Vereinigten Staaten. Das ist entscheidend für das amerikanische KI-Ökosystem.“ Eine klare Botschaft: Kooperation mit Intel ist kein aktuelles Thema, aber völlig ausgeschlossen ist sie eben auch nicht.

Ein mögliches Bündnis zwischen AMD und Intel wäre historisch und zugleich hochkomplex. Die beiden Konkurrenten dominieren denselben Markt – von Consumer-CPUs und Laptops bis hin zu Rechenzentren – und teilen sich kaum Überschneidungen, die eine einfache Zusammenarbeit erlauben würden. Doch geopolitische Zwänge und der Druck der US-Regierung, die heimische Halbleiterproduktion zu stärken, könnten in Zukunft auch unwahrscheinliche Allianzen hervorbringen. AMDs starke Abhängigkeit von der Produktion in Taiwan gilt als strategisches Risiko – eine Diversifizierung könnte daher langfristig sinnvoll sein.

Analysten halten es für denkbar, dass AMD irgendwann auf Intels 18A-Prozess setzt oder in dessen Foundry-Sparte investiert, ähnlich wie NVIDIA. Deren Engagement war nicht nur technisch motiviert, sondern auch politisch: Zugang zu US-Fertigungen wird zunehmend zu einem Wettbewerbsvorteil.

Im Moment spielt Lisa Su ihre Karten meisterhaft: Sie zeigt Selbstvertrauen, bekräftigt AMDs Stabilität und lässt gleichzeitig Raum für mögliche Wendungen. In einer Branche, die sich schneller verändert als jede andere, ist diese Art von diplomatischer Offenheit vielleicht der klügste Schachzug überhaupt.

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2 kommentare

zoom-zoom November 7, 2025 - 11:39 am

AMD kann sich keine Deals mit Dell leisten, also schmieren sie YouTuber mit Gratis-Hardware 😆

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SigmaGeek December 23, 2025 - 2:35 pm

Lisa Su ist die Königin des Nichtssagens – alles klingt wichtig, aber nix ist konkret 😏

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