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Publikum verliert Geduld mit KI-Inhalten – doch Marketer investieren weiter kräftig

von ytools
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Publikum verliert Geduld mit KI-Inhalten – doch Marketer investieren weiter kräftig

Verbraucher haben genug von KI-Content – doch Marketingabteilungen setzen trotzdem alles auf die Karte Maschine

Vor einem Jahr galt Künstliche Intelligenz noch als das nächste große Ding im Marketing: schnell, günstig und grenzenlos. Doch jetzt zeigen sich erste Ermüdungserscheinungen beim Publikum. Ein neuer Bericht von Billion Dollar Boy enthüllt: Während Unternehmen mehr Geld denn je in KI-generierte Inhalte stecken, verlieren Konsumenten rasant das Interesse.

79% der befragten Marketingverantwortlichen haben ihre KI-Budgets im letzten Jahr erhöht, überzeugt davon, dass die Technologie Wachstumstreiber Nummer eins bis 2026 wird. Zudem planen 77%, in den kommenden zwölf Monaten weitere Mittel von traditionellen Kampagnen mit Influencern in automatisierte, KI-gestützte Formate umzuleiten. Fast drei Viertel betrachten KI nicht als Sparmaßnahme, sondern als Wachstumsmotor – trotzdem sehen 81% den größten Vorteil in der besseren Kostenkontrolle. Und 73% sind der Meinung, dass KI-unterstützte Inhalte bereits bessere Ergebnisse erzielen als rein menschliche Produktionen.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer sehen das allerdings anders. Noch 2023 fanden 60% KI-generierte Inhalte spannend oder neu. Inzwischen sind es nur noch 26%. Der Rest spricht abfällig von „KI-Matsch“ – generischen, seelenlosen und endlos wiederholten Texten und Videos, die Social-Media-Feeds überfluten. Authentizität und kreative Handschrift gehen dabei völlig verloren. Die Folge: Langeweile, Misstrauen und eine wachsende Abneigung gegenüber allem, was nach Algorithmus riecht.

Ein kleiner Lichtblick bleibt: 38% der Befragten glauben weiterhin, dass KI die Qualität von Inhalten verbessern kann, und 41% sehen in ihr einen Beitrag zu mehr Diversität und Repräsentation in der Werbung. Vor allem junge Zielgruppen – zwischen 25 und 34 Jahren – zeigen sich offener. Rund 40% dieser Altersgruppe bevorzugen KI-gestützte Kampagnen, sofern sie frisch und innovativ wirken. Für sie zählt nicht, ob etwas von Menschen oder Maschinen erstellt wurde – sondern ob es interessant bleibt.

Plattformen wie YouTube treiben diesen Trend stark voran. Mit der Funktion „Mit KI bearbeiten“ können Creator in Rekordzeit neue Videos veröffentlichen. Doch der Preis dafür ist hoch: Die Plattform wird zunehmend mit gleichförmigen, austauschbaren Clips überschwemmt. Viele Nutzer sprechen bereits von „Slop-Müdigkeit“ – einer Flut aus KI-generiertem Einheitsbrei, der weder inspiriert noch informiert. Besonders problematisch wird es, wenn KI historische Themen oder Fakten falsch darstellt – und Zuschauer die Fehler unbewusst übernehmen.

Das Fazit ist eindeutig: Künstliche Intelligenz kann großartige Unterstützung leisten – aber sie darf nicht die kreative Leitung übernehmen. Emotion, Erfahrung und Authentizität bleiben menschlich. Wer komplett auf KI setzt, verliert langfristig nicht nur die Seele seiner Marke, sondern auch das Vertrauen seiner Kundschaft. Die Zukunft liegt im Zusammenspiel: Menschliche Idee, maschinelle Präzision – sonst wird aus Innovation nur noch Lärm.

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1 kommentar

8Elite December 17, 2025 - 3:34 am

KI kann helfen, aber nicht fühlen – und das merkt man

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