Valve scheint sich auf ein großes Comeback in der Welt der virtuellen Realität vorzubereiten. Laut dem chinesischen Analyseinstitut XR Research Institute ist das lang erwartete VR-Headset mit dem Codenamen Deckard bereits in die Massenproduktion gegangen. 
Für das erste Jahr sollen zwischen 400.000 und 600.000 Geräte geplant sein – ein deutlich ehrgeizigerer Ansatz als beim Valve Index, der trotz technischer Qualität nur ein Nischenpublikum erreichte.
Die Informationen stammen von UploadVR und wurden von den bekannten Valve-Leakern Tyler McVicker und Brad Lynch (alias SadlyItsBradley) bestätigt. In der aktuellen SteamVR-Beta wurden gleich zwei Modelle entdeckt: Deckard DV1 und Deckard DV2. Intern steht das Kürzel DV für „Development Validation“ – also für Hardware, die sich in der finalen Testphase vor der Serienfertigung befindet. Das deutet darauf hin, dass Valve möglicherweise zwei Varianten auf den Markt bringt – eventuell mit unterschiedlichen Displaytypen oder Spezifikationen.
Frühere Gerüchte sprachen bereits von einem Release Ende 2025 und einem Preis von etwa 1.200 US-Dollar, wobei Valve selbst wie gewohnt keine Stellungnahme abgegeben hat. Sollte sich das bewahrheiten, wäre Deckard Valves zweiter großer Anlauf im VR-Bereich nach dem Index, der 2019 für 999 Dollar erschien und mit dem Spiel Half-Life: Alyx ausgeliefert wurde. Trotz des enormen Erfolgs von Alyx blieb der Marktanteil des Index gering – laut der Steam-Hardware-Umfrage waren Anfang 2025 nur rund 13,2 % aller verbundenen Headsets ein Index.
Die entscheidende Frage lautet nun: Was macht Deckard besonders? Zahlreiche Leaks deuten auf micro OLED-Displays hin, die deutlich besseren Kontrast und tiefere Schwarztöne als klassische LCDs bieten. VR-Enthusiasten hoffen zudem, dass Valve auf mobile Chipsätze verzichtet, da nur leistungsstarke PCs oder kommende Konsolen wie die PS5 Pro wirklich überzeugende VR-Erlebnisse ermöglichen. Für viele gilt: Unter 120 Hz pro Auge und einem Sichtfeld von mindestens 140 Grad lohnt sich die Anschaffung nicht.
Falls die Produktionsberichte stimmen, könnte die offizielle Ankündigung schon in den nächsten Wochen erfolgen. Ob Valve dabei auch ein neues Spiel enthüllt oder den Fokus auf technologische Innovation legt, bleibt abzuwarten – sicher ist nur: Deckard soll VR wieder spannend machen und der Konkurrenz von Meta und Sony ordentlich Druck machen.
3 kommentare
120Hz pro Auge und mindestens 140° Sichtfeld, sonst lohnt sich das nicht
Wenn das Ding micro OLED hat, bin ich dabei! LCD ist einfach nicht mehr zeitgemäß
Bitte kein Standalone-Mist. Nur PCVR mit ordentlichem Kabel oder richtig gutem Wireless!