Wie viel wird Grand Theft Auto VI wirklich kosten? Seit der Ankündigung von GTA 6 diskutiert die Gaming-Community hitzig über den Preis. Manche rechnen mit einem historischen Preissprung auf 100 Dollar, andere glauben, Rockstar würde sich niemals trauen, so tief in die Tasche der Fans zu greifen. 
Jetzt zeigt eine neue Studie: Ein Preis von 100 Dollar wäre nicht nur unpopulär – er würde Rockstar sogar Geld kosten.
Take-Two-Chef Strauss Zelnick wird bei jeder Gelegenheit nach dem Preis gefragt, doch seine Antwort bleibt vage. Statt konkreter Zahlen redet er lieber über „Wertschöpfung für den Kunden“. Übersetzt heißt das: Er hält sich alle Optionen offen. Und während er das sagt, steigen die Preise in der Branche stetig weiter. Einige Publisher verlangen bereits 80 Dollar für neue Titel – ein klares Zeichen, wohin die Reise gehen könnte.
Wenn Nintendo wirklich 80 Dollar für Spiele wie Mario Kart World auf der Switch 2 verlangt und Microsoft im nächsten Jahr nachzieht, dann wäre es kaum überraschend, wenn GTA 6 nicht günstiger wird. Doch Analysten sind sich uneins. Einige glauben, dass Fans selbst bei 100 Dollar zugreifen würden, einfach weil GTA 6 ein Ereignis ist. Andere warnen, dass eine solche Preiserhöhung die Verkaufszahlen spürbar dämpfen könnte.
Matthew Ball, CEO von Epyllion, war einer der ersten, der die 100-Dollar-Marke ins Spiel brachte. Er argumentierte, dass Spiele heute im Verhältnis zu den Produktionskosten so billig seien wie nie zuvor, und dass GTA 6 den Preistrend nach Jahrzehnten endlich wieder nach oben korrigieren könnte. Doch neueste Daten sprechen eine andere Sprache.
Laut einer Untersuchung von MIDiA Research, die IGN vorliegt, liegt der optimale Preis, um den Umsatz zu maximieren, bei 69,99 US-Dollar. Das Forschungsteam nutzte die Gabor-Granger-Methode und befragte über 2.000 US-Spieler. „Ein 100-Dollar-Preis würde buchstäblich Geld auf dem Tisch liegen lassen“, erklärt Perry Gresham, Head of Data bei MIDiA. Mit anderen Worten: Die Verluste durch Spieler, die nicht kaufen würden, überwiegen den Gewinn durch den höheren Preis.
Co-Autor Brandon Sutton ergänzte: „Etwa 59 % der Befragten haben Interesse an GTA 6. Das ist eine riesige Zahl. Aber genau deshalb sollte man vorsichtig sein, um niemanden durch zu hohe Preise auszuschließen.“ GTA 6 sei laut Sutton ein ideales Beispiel dafür, wie Preisgestaltung die Akzeptanz und Reichweite eines Spiels beeinflussen kann.
Unter Fans herrscht währenddessen eine ganz andere Stimmung. „59,99 war immer der perfekte Preis. Seit Spiele 70 oder 80 kosten, warte ich nur noch auf Rabatte“, schrieb ein Nutzer. Viele sehen Rockstar ohnehin als Gewinner, egal was das Spiel kostet – denn das eigentliche Geld kommt aus dem Online-Modus. GTA Online hat schon bei GTA V über Jahre Milliarden eingebracht. „Die verdienen mit Shark Cards, nicht mit CDs“, witzelte ein anderer Kommentar.
Auch die Psychologie spielt eine Rolle: Preise, die auf „.99“ enden, wirken günstiger, obwohl der Unterschied minimal ist. Das klassische 69,99 ist also nicht nur Tradition, sondern gezielte Verkaufsstrategie. Laut MIDiA-Studie bringt diese Preisgestaltung sogar nachweislich mehr Umsatz.
Und dann ist da noch die emotionale Komponente. GTA 6 ist längst mehr als ein Spiel – es ist ein globales Popkultur-Ereignis. Jeder Leak, jedes Gerücht sorgt für Schlagzeilen. Dennoch wächst die Skepsis gegenüber steigenden Preisen. Viele erwarten bereits, dass die Basisversion 70 kostet, während die „Deluxe“-Editionen für 100 oder mehr über den Ladentisch gehen – inklusive digitaler Extras und virtueller Währung.
Am Ende wird der Preis kaum den Erfolg bremsen, aber er wird zeigen, wie weit Rockstar bereit ist zu gehen. Nach der MIDiA-Analyse bleibt 69,99 der wirtschaftlich und psychologisch sinnvollste Preis. GTA 6 erscheint am 26. Mai 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Die PC-Version wird wohl, wie immer, etwas später folgen – genug Zeit also, um weiter zu spekulieren, zu streiten und zu träumen.
1 kommentar
100 Dollar plus DLCs? Nein danke, ich hab Miete zu zahlen 😭