
AMD enthüllt die Zukunft von RDNA: Radiance Cores, Neural Arrays und Universal Compression verändern das Spiel
AMD und Sony haben gemeinsam einen umfassenden Blick auf die nächste Generation der RDNA-Grafikarchitektur gewährt. Im Mittelpunkt stehen drei Schlüsseltechnologien: Radiance Cores, Neural Arrays und Universal Compression. Zusammen sollen sie nicht nur mehr Leistung bringen, sondern auch die Art und Weise verändern, wie GPUs denken, rendern und Daten verarbeiten.
AMD geht damit einen klaren Schritt in Richtung intelligenter Grafikprozessoren. Anstatt einfach nur mehr rohe Rechenleistung zu bieten, konzentriert sich das Unternehmen auf spezialisierte Hardwareblöcke, die Raytracing, KI-Rendering und Speicherkompression gezielt beschleunigen
. Das Ziel: realistischere Spiele, höhere Effizienz und ein flexibleres Fundament für zukünftige Grafikgenerationen.
Radiance Cores: neue Maßstäbe für Raytracing
Die wohl auffälligste Neuerung sind die Radiance Cores – dedizierte Hardwareeinheiten für Raytracing und Pathtracing in Echtzeit. Bislang mussten diese Aufgaben von allgemeinen Compute Units übernommen werden, was Rechenzeit kostete. Mit Radiance Cores werden diese Prozesse ausgelagert, was eine deutliche Leistungssteigerung und ein saubereres Rendering ermöglicht.
Jack Huynh, Senior Vice President bei AMD, erklärte: „Wir haben den gesamten Pathtracing-Prozess neu gedacht – vom Hardwaredesign bis zur Softwareebene. Radiance Cores übernehmen die komplette Lichtsimulation in Echtzeit und eröffnen damit ein neues Niveau an visueller Qualität.“
Mark Cerny, der leitende Architekt der PlayStation 5, ergänzte: „Bisher musste ein Shader gleichzeitig Lichtstrahlen verfolgen und Materialien berechnen. Diese Doppelbelastung war ineffizient. Mit Radiance Cores haben wir endlich spezialisierte Hardware, die Raytracing übernimmt – schneller, eleganter und viel präziser.“
AMD zufolge profitieren Entwickler nicht nur von höherer Geschwindigkeit, sondern auch von flexibleren Datenstrukturen, die komplexe Szenen besser handhaben. Mehr Lichtstrahlen, mehr Details, höhere Bildraten – das alles bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch. Radiance Cores machen den Sprung von technischer Spielerei zu einem echten Grundpfeiler moderner Grafikdarstellung.
Neural Arrays: das Gehirn der neuen Architektur
Während Radiance Cores die Muskeln darstellen, sind die Neural Arrays das Gehirn der neuen RDNA-Generation. Diese Technologie verbindet mehrere Recheneinheiten zu einem Netzwerk, das Daten gemeinsam verarbeitet – ähnlich einem neuronalen Netz. Dadurch kann der GPU Aufgaben wie Upscaling, Denoising oder Frame Reconstruction mit einer neuen Form von „intelligenter Parallelität“ bewältigen.
Mark Cerny fasst es so zusammen: „Mit Neural Arrays können wir große Teile des Bildschirms gleichzeitig verarbeiten. Das macht nicht nur Upscaling schneller, sondern auch präziser und konsistenter.“
Die Idee dahinter ist radikal: Anstatt jedes Pixel einzeln zu rendern, soll der GPU Muster und Strukturen erkennen – und den nächsten Frame vorhersagen, bevor er überhaupt vollständig berechnet wird. Das öffnet die Tür zu echten KI-basierten Renderverfahren, bei denen die Grafikkarte nicht nur arbeitet, sondern versteht, was sie darstellt.
Jack Huynh beschreibt es als den Beginn einer neuen Ära: „Wir steigern die Leistung nicht durch höhere Taktraten, sondern durch klügeres Design. Neural Arrays machen den GPU zu einem lernenden System.“
Für Spieleentwickler bedeutet das neue Möglichkeiten bei der Nutzung von Machine Learning – etwa für FidelityFX Super Resolution (FSR) oder PlayStations eigenes PSR-System. Beide Technologien sollen in kommenden Versionen direkt auf Neural Arrays aufbauen, um realistischere Bilder mit weniger Ressourcen zu liefern.
Universal Compression: maximale Effizienz bei minimalem Datenverkehr
Eine der größten Herausforderungen moderner GPUs ist der Speicherbandbreitenbedarf. Hier setzt AMD mit Universal Compression an – einem neuen Hardwaremodul, das alle ein- und ausgehenden Datenströme innerhalb des GPUs analysiert, bewertet und komprimiert. Das Ergebnis: deutlich geringere Bandbreitennutzung bei gleichbleibender oder sogar besserer Leistung.
Universal Compression arbeitet dabei vollständig dynamisch und entscheidet in Echtzeit, welche Daten wie stark komprimiert werden. So können Texturen, Geometriedaten und Shader-Informationen schneller geladen und verarbeitet werden. Besonders in Konsolen und mobilen Geräten wird das einen spürbaren Unterschied machen, da weniger Energie benötigt und die Ladezeiten verkürzt werden.
In Kombination mit Neural Arrays und Radiance Cores entsteht eine Architektur, die nicht nur stark, sondern auch bemerkenswert effizient ist. Das GPU-Design der Zukunft ist nicht mehr einfach „größer und schneller“, sondern „smarter und adaptiver“.
FSR Redstone und der nächste Schritt
Parallel dazu arbeitet AMD an FSR Redstone – der nächsten Generation seiner Upscaling-Technologie. Diese Version wird maschinelles Lernen tiefer integrieren und vermutlich direkt auf die Neural Arrays zugreifen, um Bildrekonstruktion und Frame-Generierung in Echtzeit zu ermöglichen.
Die Kombination aus Radiance Cores, Neural Arrays und Universal Compression deutet darauf hin, dass AMD sich auf eine völlig neue Grafikphilosophie vorbereitet. Viele nennen sie bereits „UDNA“ – eine Symbiose aus Rechenleistung, KI und Renderkunst. Offizielle Details zu Release-Daten gibt es noch nicht, aber Brancheninsider rechnen mit einer Einführung der neuen Architektur in den kommenden RDNA-GPUs und zukünftigen PlayStation-SoCs.
AMD positioniert sich damit als Innovator in einem Markt, der zunehmend von KI und Effizienz bestimmt wird. Die nächste GPU-Generation wird nicht nur schneller, sondern auch intelligenter – und das könnte die Spielwelt grundlegend verändern.
2 kommentare
Bitte kein Vega 2.0, die Versprechen klingen wieder zu schön 💀
RDNA4 ist kaum da und AMD teasert schon das nächste Ding. Die schlafen nie!