Offenbar wird das kommende 14-Zoll-MacBook Pro mit M6-Chip von Apple nicht alle erhofften Upgrades erhalten. Laut neuen Leaks des YouTubers Vadim Yuryev soll das Basismodell weder den OLED-Bildschirm noch das schlankere Gehäuse bekommen, die eigentlich für die nächste Generation erwartet wurden. Stattdessen scheinen diese Verbesserungen exklusiv den teureren Varianten vorbehalten zu sein – ein typischer Apple-Schachzug, um Käufer zum Griff zu den Premium-Modellen zu bewegen.
Yuryev entdeckte interne Modellnummern, die darauf hinweisen, dass das Standardmodell mit der Kennung J804 weiterhin auf mini-LED-Technologie setzt, während das Modell mit OLED-Bildschirm als K116 geführt wird. 
Diese Unterscheidung legt nahe, dass nur die Modelle M6 Pro und M6 Max das modernere Display und ein dünneres Design erhalten. Apple verfolgt damit klar seine bewährte Strategie: Das Einstiegsmodell bleibt stark genug, während die wirklichen Neuerungen für die Oberklasse reserviert bleiben.
Ganz so dramatisch ist das allerdings nicht – der aktuelle mini-LED-Bildschirm des MacBook Pro zählt nach wie vor zu den besten am Markt. Er überzeugt durch hohe Helligkeit, exzellenten Kontrast und beeindruckende Farbtreue. Dennoch bietet OLED einige entscheidende Vorteile: perfektes Schwarz, geringeren Stromverbrauch und ein noch eleganteres Gehäuse. Wer diese Vorzüge will, muss aber wohl tiefer in die Tasche greifen.
Interessant ist auch, dass Apple laut Gerüchten an einer grundlegenden Überarbeitung seiner Chip-Architektur arbeitet. Dabei sollen CPU- und GPU-Blöcke getrennt werden, was die Wärmeentwicklung reduziert und die Leistung effizienter macht. Diese Änderung könnte jedoch dazu führen, dass die M6 Pro und M6 Max Modelle erst 2027 erscheinen – ähnlich wie beim M5, dessen Premium-Versionen sich ebenfalls verzögerten.
Aus geschäftlicher Sicht ergibt das Sinn: Die Basisversion bleibt attraktiv für die breite Masse, während Enthusiasten und Profis zu den teureren Modellen greifen. Doch aus Verbrauchersicht wirkt es wieder einmal so, als würde Apple Innovation gezielt dosieren, um spätere Upgrades zu verkaufen. Viele Fans hatten gehofft, dass OLED endlich in allen Modellen Einzug hält – doch Apple bleibt sich treu.
Während der M5 MacBook Pro bald erscheinen dürfte, müssen sich Interessierte auf die M6-Generation noch etwas gedulden. Wenn die Leaks stimmen, bleibt das Basismodell leistungsstark und hochwertig – nur eben ohne den erhofften Technologiesprung. Apple bleibt damit bei seiner Formel: Evolution statt Revolution, und Premium gibt’s nur gegen Aufpreis.
2 kommentare
Na toll, wieder nur die teuren Modelle mit OLED 😒
Ganz ehrlich, mein M2 läuft perfekt – kein Grund zum Upgrade