Neue Benchmarks zeigen deutlich: Die inoffizielle INT8-Version von AMDs FSR 4 funktioniert zwar auf älteren Grafikkarten der RDNA-2- und RDNA-3-Generation, kostet aber spürbar Leistung – im Schnitt rund 10 %. Offiziell ist FSR 4 nur für die neuen RDNA-4-GPUs (Radeon RX 9000-Serie) gedacht, die das moderne FP8-Format unterstützen. 
Dennoch haben engagierte Nutzer einen Weg gefunden, den Upscaler auch auf älteren Karten zum Laufen zu bringen – mit gemischten Ergebnissen.
FSR 4 stellt AMDs bisher fortschrittlichste Upscaling-Technologie dar. Sie verbessert Schärfe, Bewegungsglättung und Bildkonsistenz, nutzt dafür aber FP8-Berechnungen, die RDNA 2 und RDNA 3 nicht beherrschen. Mit geleakten INT8-Modell-Dateien konnte die Community dennoch eine funktionierende Version basteln. Das Resultat: sehr gute Bildqualität, aber spürbare Performanceeinbußen, vor allem in anspruchsvollen Spielen.
Das Technikmagazin ComputerBase hat FSR 4 INT8 ausführlich getestet – mit der Radeon RX 7800 XT (RDNA 3) und der RX 6800 XT (RDNA 2). Als Referenz diente eine Radeon RX 9060 XT aus der RDNA-4-Reihe, die FSR 4 offiziell unterstützt. Im „Quality“-Modus bei 1440p-Auflösung verlor die RX 9060 XT nur etwa 3 % Leistung gegenüber FSR 3.1
. Die älteren Karten dagegen lagen rund 9–10 % darunter – eine Differenz, die in der Praxis gut spürbar ist.
Optisch kann sich FSR 4 INT8 durchaus sehen lassen. In manchen Spielen sind die Unterschiede zur FP8-Version kaum wahrnehmbar. Dennoch liefert die offizielle Variante meist klarere Kanten, stabilere Bewegungen und weniger Artefakte. Gerade in schnellen Action-Sequenzen fällt der Unterschied auf. Die INT8-Version wirkt zwar beeindruckend, aber sie bringt auch unruhigere Frameverläufe und gelegentliche Mikroruckler mit sich.
Interessanterweise konnten RX 7800 XT und RX 6800 XT im „Performance“-Preset stellenweise sogar minimal höhere FPS als mit FSR 3.1 erreichen – rund 5 % mehr. Doch im direkten Vergleich mit FSR 3.1 im selben Modus bleibt am Ende ein Minus von 12–13 %. Diese Werte decken sich mit früheren Berichten: FSR 4 INT8 bietet sichtbar bessere Grafik, aber kostet zwischen 10 und 20 % Leistung, abhängig vom Spiel und der Szene.
AMD selbst schweigt bislang zu einer möglichen offiziellen INT8-Version von FSR 4 für RDNA 2 und RDNA 3. Angesichts der großen Nutzerbasis dieser GPUs wäre ein optimierter Release jedoch sinnvoll. Bis dahin bleibt FSR 4 INT8 ein Experiment für Enthusiasten, die bereit sind, etwas Performance für schönere Bilder zu opfern – oder umgekehrt.