Assassin’s Creed Shadows sorgt wieder für Gesprächsstoff – diesmal durch eine scheinbar handfeste Bestätigung: Das neue Ubisoft-Abenteuer erscheint wohl tatsächlich für die Nintendo Switch 2. 
Ein französischer Händler hat das Spiel in seinem Online-Shop gelistet und damit nicht nur die Existenz der Portierung verraten, sondern auch ein Detail, das die Community spaltet – es wird als Game-Key Card verkauft.
Das bedeutet: Käufer bekommen zwar eine schicke Box ins Regal, müssen das Spiel aber online herunterladen, um es überhaupt spielen zu können. Das sorgt bei vielen Fans für Frust, denn obwohl man physisch etwas in der Hand hält, ist der eigentliche Inhalt digital gebunden. Für Sammler ist das wie ein leeres Versprechen – ein Karton ohne echten Wert, wenn die Server irgendwann offline gehen.
Im Gegensatz dazu gibt es Spiele wie Cyberpunk 2077, die vollständig auf einem 64-GB-Cartridge Platz finden. Doch laut Entwicklern ist das nicht immer sinnvoll. Ein Ubisoft-Entwickler, der an der Switch-2-Version von Star Wars Outlaws gearbeitet hat, erklärte, dass Game-Key Cards vor allem wegen technischer Vorteile genutzt werden. Die internen Speicherchips der Switch 2 lesen Daten schneller als klassische Module, was zu einer besseren Performance führt.
Auch Final Fantasy VII Remake-Direktor Naoki Hamaguchi äußerte sich ähnlich: Der Schritt zu Game-Key Cards sei nicht nur eine Kostenfrage, sondern auch eine Frage der Stabilität. Spiele laufen flüssiger, Updates lassen sich einfacher handhaben – und die Entwickler sparen Zeit und Geld bei der Produktion. Das klingt logisch, trifft aber den Nerv vieler Spieler, die das physische Spielerlebnis nicht missen wollen.
Die Diskussion um „digital vs. physisch“ nimmt damit wieder Fahrt auf. Nintendo selbst scheint die Stimmung im Auge zu behalten und führt Umfragen unter Switch-2-Nutzern durch, um deren Einstellungen zu Download-Titeln und Sammlerausgaben zu verstehen. Für einige Fans ist das Ganze eine logische Entwicklung – schließlich setzt auch Microsoft immer stärker auf digitale Plattformen, und Sony dürfte bald nachziehen. Andere sehen darin das Ende einer Ära, in der man seine Lieblingsspiele wirklich besaß.
Assassin’s Creed Shadows erschien ursprünglich im März und wurde von Kritikern positiv aufgenommen. Nun soll der Titel auf der Switch 2 ein neues Publikum erreichen – doch mit welchem Preis? Der Game-Key-Streit zeigt, dass der Übergang in die voll digitale Zukunft noch lange nicht abgeschlossen ist.
3 kommentare
wer spielt sowas überhaupt auf der Switch? das ist doch Folter 😂
Assassin’s Creed ist eh wie FIFA geworden, jedes Jahr das gleiche
fühlt sich an wie ein Auto kaufen und dann den Motor extra runterladen 😂