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Bericht: Apple setzt beim M5 auf älteren TSMC-3nm-N3E-Prozess – aus gutem Grund

von ytools
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Apple steht kurz davor, seine nächste Chip-Generation vorzustellen – und alles deutet darauf hin, dass der M5 das Herzstück dieser Ankündigungen sein wird. Doch laut einem neuen Bericht könnte der Konzern diesmal auf einen unerwarteten Schritt setzen: Anstatt den modernsten 3nm-Prozess von TSMC, den sogenannten „N3P“, zu nutzen, soll der M5 angeblich auf dem älteren „N3E“-Verfahren basieren – genau wie der M4.
Bericht: Apple setzt beim M5 auf älteren TSMC-3nm-N3E-Prozess – aus gutem Grund
Diese Nachricht sorgt in der Tech-Welt für Stirnrunzeln, denn Apple gilt normalerweise als Vorreiter bei der Einführung neuer Fertigungstechnologien.

In der Vergangenheit war Apple stets einer der ersten Hersteller, der auf die neuesten Produktionsprozesse umstieg. Die Chips der M3-Reihe – darunter M3 Pro und M3 Max – wurden beispielsweise mit TSMCs 3nm-Technologie „N3B“ gefertigt, während Konkurrenten wie Qualcomm und MediaTek lieber beim günstigeren 4nm-Verfahren „N4P“ blieben. Diese Risikobereitschaft verschaffte Apple über Jahre hinweg einen klaren Vorsprung bei Leistung und Energieeffizienz.

Gerade deshalb wirkt die Entscheidung, beim M5 auf N3E zu setzen, zunächst unlogisch. Die aktuellen A19- und A19-Prozessoren, die vermutlich als Grundlage für den M5 dienen, werden bereits im moderneren N3P-Prozess gefertigt. Der N3P-Knoten bringt deutliche Verbesserungen bei der Transistordichte, Effizienz und thermischen Stabilität – alles entscheidende Faktoren für Geräte wie MacBooks und iPads, die auf lautlose Kühlung und maximale Laufzeit ausgelegt sind.

Doch es könnte auch wirtschaftliche Gründe geben. Laut Branchenberichten hat TSMC die Preise für seine 3nm-Wafer deutlich angehoben: N3E soll rund 25.000 US-Dollar pro Einheit kosten, N3P sogar etwa 27.000 US-Dollar. Für Apple könnte es daher sinnvoll sein, vorerst beim älteren Prozess zu bleiben – insbesondere, da die leistungsstärkeren Versionen M5 Pro und M5 Max erst Anfang 2026 erwartet werden. Auf diese Weise ließen sich Kosten senken, ohne die Produktstrategie zu gefährden.

Allerdings vermuten viele Experten, dass es sich schlicht um einen Fehler im Bericht handeln könnte – etwa eine Verwechslung oder ein Übersetzungsproblem. Apple hat in der Vergangenheit selten auf veraltete Technologie gesetzt, wenn eine modernere Option verfügbar war. Allein die Entwicklung der M3-Serie soll rund eine Milliarde Dollar an Tape-Out-Kosten verschlungen haben – ein Beweis dafür, dass Apple nicht am falschen Ende spart.

Eine weitere Möglichkeit: Der M5 könnte auf einer modifizierten oder exklusiven Variante des N3E-Prozesses basieren, die speziell für Apple angepasst wurde. Die langjährige Partnerschaft mit TSMC erlaubt solche Sonderanfertigungen, bei denen der Konzern seine Chips gezielt für maximale Effizienz und Leistung optimieren lässt. Das würde erklären, warum der M5 trotz „älterem“ Prozess keine Nachteile gegenüber der Konkurrenz hätte.

Unterm Strich muss das vermeintliche N3E-Design also kein Rückschritt sein. Apple hat wiederholt gezeigt, dass Hardware und Software-Integration mehr zählt als reine Nanometer-Zahlen. Wenn der M5 erscheint, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut beweisen, dass Apple weniger an Trends interessiert ist – und mehr daran, das technisch Machbare konsequent auszureizen.

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1 kommentar

Conor November 11, 2025 - 2:13 am

Bei den Preisen von TSMC würd ich auch zweimal überlegen..

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