Sucker Punch Productions bleibt seiner Linie treu: Das Studio wird weiterhin nur an einem großen Spiel gleichzeitig arbeiten. Nach dem gewaltigen Erfolg von Ghost of Yotei sprach Mitgründer und Studioleiter Brian Fleming in einem Interview mit VideoGamesChronicle über die Zukunft des Teams aus Bellevue. 
Der Fokus liegt klar auf Qualität statt Quantität – und diese Philosophie soll sich nicht ändern.
„Egal, was wir als Nächstes machen – ob wir Ghost fortsetzen oder zu Sly Cooper zurückkehren – unsere Entscheidungen hängen immer von unserem Fokus ab und davon, wie viel Zeit wir für Verbesserungen haben“, erklärte Fleming. „Wenn wir gut darin wären, vier Projekte gleichzeitig zu jonglieren, würden wir Remaster, Spin-offs oder Fanprojekte machen. Aber wir können nur eines zur selben Zeit schaffen – und das muss dann unser bestes sein. Schließlich bekommen wir nur etwa alle fünf Jahre die Chance, ein neues Spiel zu veröffentlichen.“
Dieser Satz bringt die Arbeitsweise von Sucker Punch perfekt auf den Punkt. Jedes Spiel ist eine langfristige Investition, kein Schnellschuss. Fleming betonte außerdem, dass die Herausforderung nicht nur von außen kommt: „Nach 30 Jahren haben wir mittlerweile Mitarbeiter, die Kinder früherer Angestellter sind. Manche wurden erst geboren, nachdem das Studio gegründet wurde. Wenn wir das Genre oder Setting wechseln, heißt das nicht nur, dass wir uns von einer Serie verabschieden – manchmal auch von Leuten, die keine Lust auf ein historisches Spiel haben.“
Die Geschichte von Sucker Punch ist eine Reise durch völlig unterschiedliche Welten. Vom Cartoon-Charme von Sly Cooper über die urbane Superhelden-Action in Infamous bis hin zur emotionalen Tiefe und filmreifen Inszenierung von Ghost of Tsushima und Ghost of Yotei. Jede dieser Phasen bedeutete Veränderung, aber auch Wachstum – und genau darin sieht Fleming die Stärke seines Studios.
Da Ghost of Yotei sich fast genauso schnell verkauft wie der Vorgänger, scheint klar, wohin die Reise geht. Sony arbeitet bereits an einer Realverfilmung unter der Regie von Chad Stahelski und einem Anime basierend auf dem Legends-Modus. Alles deutet darauf hin, dass Sucker Punch weiterhin im Ghost-Universum bleibt. Fans von Infamous müssen sich wohl noch gedulden – bei einem Entwicklungszyklus von fünf Jahren ist jedes Projekt eine wohlüberlegte Entscheidung.
Auch Schauspieler Feodor Chin, der den Bösewicht Lord Saito verkörpert, sprach über seine Rolle: Er sei kein typischer Schurke, sondern eine Figur, die von Ehre und innerem Konflikt getrieben wird. Diese erzählerische Tiefe zeigt, wie sehr Sucker Punch als Studio gereift ist – und warum ihre Spiele oft mehr Gefühl als bloße Action transportieren.
Am Ende ist klar: Sucker Punch jagt keinen Trends hinterher. Stattdessen konzentriert sich das Team auf Perfektion – und erschafft mit Geduld, Hingabe und Fokus ein Vermächtnis, Spiel für Spiel.
1 kommentar
fünf jahre für ein spiel? sony sollte mal aufs tempo drücken 😒