
Warum das iPhone Air den Kampf um das dünnste Smartphone gewonnen hat – und wie Samsung mit dem Galaxy S26 Edge das Ruder herumreißen kann
2025 ist das Jahr, in dem die Smartphone-Branche wieder über Stil spricht – nicht über Gigahertz. Zwei Geräte haben diese Bewegung angeführt: das iPhone Air von Apple und das Galaxy S25 Edge von Samsung. Beide wollten zeigen, dass ein Flaggschiff nicht nur schnell, sondern auch schön und federleicht sein kann. Doch während Apple mit dem Air die Aufmerksamkeit der Designliebhaber gewann, blieb Samsung trotz beeindruckender Technik etwas hinter den Erwartungen zurück.
Warum das so ist – und was die Koreaner mit dem kommenden Galaxy S26 Edge besser machen können – schauen wir uns im Detail an.
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## Der neue Kult der Dünnheit
Apple und Samsung verfolgen beide dasselbe Ziel: Leistung und Eleganz in einem Gehäuse, das fast so dünn ist wie eine Kreditkarte. Doch ihre Wege unterscheiden sich. Apple verkaufte das Air als Lifestyle-Objekt, als Modeaccessoire mit Technik im Inneren. Samsung hingegen wollte beweisen, dass auch ein extrem dünnes Gerät ein vollwertiges Flaggschiff sein kann. Das Ergebnis? Zwei brillante Telefone – aber nur eines, das die Herzen der Nutzer wirklich erobert hat.
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## Akku und Effizienz: Apple bleibt die Referenz
In unseren Tests hielt das Galaxy S25 Edge mit seinem 3.900-mAh-Akku rund 6 Stunden und 22 Minuten durch. Beeindruckend, wenn man bedenkt, dass das Gerät nur 5,8 mm dünn ist. Das iPhone Air schaffte jedoch 6 Stunden und 43 Minuten – und das mit einer kleineren 3.149-mAh-Batterie. Ein minimaler Unterschied, aber ein klares Signal: Apple hat das Energiemanagement perfektioniert.
Die Gerüchte um den S26 Edge deuten auf einen 4.200-mAh-Akku hin – das könnte das Blatt wenden. Aber der Punkt bleibt: Apple verkauft nicht nur Hardware, sondern das Gefühl, dass dünn nicht gleich schwach bedeutet.
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## Drahtloses Laden – Meisterleistung in Miniaturform
Dass Apple es geschafft hat, MagSafe in ein 5,6 mm dünnes Gehäuse zu integrieren, ist ein technischer Geniestreich. 20 W kabelloses Laden in einem Gerät, das fast flach wie ein Blatt Papier ist – beeindruckend. Das Galaxy S26 Edge könnte aber bald kontern: Qi2-Laden mit Magnetfunktion und bis zu 25 W Leistung steht angeblich in den Startlöchern. Wenn das klappt, zieht Samsung in Sachen Technik vorbei. Aber Technik allein reicht nicht – die Geschichte dahinter zählt.
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## Kamera: Besser auf dem Papier, aber ohne Seele
Auf dem Datenblatt liegt Samsung klar vorne. Der 200-MP-Sensor des Galaxy S25 Edge liefert gestochen scharfe Bilder, satte Farben und beeindruckenden digitalen Zoom. Im Kamera-Score erreichte das Edge 140 Punkte – das iPhone Air blieb bei 126. Auch die KI-Tools wie Generative Edit oder Audio Eraser setzen neue Maßstäbe.
Und trotzdem: In der Wahrnehmung gewinnt Apple. Weil Apple das Gefühl verkauft, nicht nur ein Smartphone, sondern ein Statement zu besitzen. Das Galaxy S25 Edge beeindruckt technisch – aber es inspiriert nicht. Genau das muss sich mit dem S26 Edge ändern.
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## Design und Marketing: Zwei Welten, zwei Geschichten
Beide Geräte sind kleine Kunstwerke. Das S25 Edge wiegt nur 163 Gramm und fühlt sich in der Hand fast schwerelos an. Doch Apple versteht es besser, diese Leichtigkeit zu verkaufen. Das iPhone Air wurde nie als „technisches Wunderwerk“ präsentiert, sondern als modisches Symbol – etwas, das man besitzen möchte, bevor man überhaupt weiß, warum.
Samsung hat sich in der Kommunikation selbst ausgebremst. Das Edge wurde als „dünneres Flaggschiff“ beschrieben – was die Erwartungen in die falsche Richtung lenkte. Käufer erwarteten die Ausdauer eines Ultra-Modells in einem halb so dicken Gehäuse. Als sie feststellten, dass Kompromisse nötig waren, fühlten sie sich enttäuscht. Das Problem war nicht das Produkt, sondern die Positionierung.
Der S26 Edge darf also nicht als „kleiner Bruder“ des Ultra erscheinen. Er muss seine eigene Identität haben – als eleganter, urbaner Galaxy, der bewusst auf Exzesse verzichtet.
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## Zielgruppe: Stilbewusst statt leistungsbesessen
Apple wusste genau, wen es ansprechen wollte: Menschen, die Wert auf Design, Leichtigkeit und Prestige legen. Der iPhone Air ist ein Lifestyle-Produkt – nicht für Technikfreaks, sondern für Ästheten. Samsung hingegen wirkte unentschlossen. Der S25 Edge war zu teuer für den Massenmarkt, aber nicht exklusiv genug für die Luxus-Zielgruppe.
Mit dem Galaxy S26 Edge kann sich das ändern. Wenn Samsung den Preis leicht senkt, die Lifestyle-Komponente betont und klar kommuniziert, dass dieses Modell für Design-Liebhaber gedacht ist, kann es zu einem echten Erfolg werden. Denn nicht jeder will das stärkste Smartphone – viele wollen einfach das schönste.
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## Was Samsung tun muss, um den Spieß umzudrehen
1. **Eigene Identität schaffen** – das Edge muss als eigenständiges Modell wahrgenommen werden, nicht als „Ultra Light“.
2. **Komfort vor Leistung setzen** – erklären, dass weniger Features ein bewusstes Design-Statement sind.
3. **Preisstrategie überdenken** – attraktiv, aber nicht elitär.
4. **Stärken betonen** – Kamera, Ladegeschwindigkeit, Haptik und Design.
5. **Emotionale Kampagne starten** – das Gerät als Modeobjekt und Statement präsentieren.
6. **Vertrauen aufbauen** – durch langlebige Software-Updates und echte Alltagstauglichkeit.
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## Warum das iPhone Air gewann
Apple hat verstanden, dass Erfolg bei dünnen Geräten nicht durch reine Technik entsteht, sondern durch Konsistenz. Das Air erzählt eine klare Geschichte: Leichtigkeit, Schönheit, Luxus. Es ist das iPhone für diejenigen, die lieber mit Stil als mit Zahlen überzeugen.
Samsung hingegen hat sich in Spezifikationen verloren. Der S25 Edge war ein technischer Triumph, aber kein emotionaler. Wenn das S26 Edge schafft, beides zu verbinden – Leistung und Persönlichkeit – dann kann die Marke das Image drehen.
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## Fazit: Technik trifft auf Emotion
Ein ultradünnes Smartphone zu entwickeln bedeutet immer, Kompromisse zu machen. Aber entscheidend ist, wie man diese Kompromisse erzählt. Apple hat sie in einen Mythos verwandelt – ein dünnes, elegantes Gerät, das dennoch stark wirkt. Samsung hat nun die Chance, diesen Mythos auf seine Weise weiterzuschreiben.
Denn am Ende gewinnt nicht das Datenblatt, sondern die Emotion. Das iPhone Air hat das bewiesen. Jetzt liegt es am Galaxy S26 Edge, den Stil zurück auf die Seite der Technik zu bringen.
2 kommentare
Samsung sollte aufhören, immer nur ‘Ultra in dünn’ zu machen. Gebt uns was Eigenes!
Apple hat verstanden, wie man Gefühle verkauft. Samsung hat nur Zahlen gezeigt