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„Kein Sinn, KI für Kreativität zu nutzen“, sagt Spieleentwickler

von ytools
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Während sich das Jahr 2025 seinem Ende nähert, spitzt sich die Diskussion über den Einsatz von künstlicher Intelligenz in kreativen Branchen weiter zu – besonders in der Welt der Videospiele. Was einst nur ein Werkzeug war, um Gegner intelligenter zu machen oder NPCs glaubwürdiger wirken zu lassen, wird nun als potenzieller Ersatz für menschliche Kreativität gehandelt. Doch viele Entwickler stellen sich die Frage: Sollte KI wirklich erschaffen – oder nur unterstützen?

Für Richard Pillosu, CEO und Mitgründer des spanischen Studios Epictellers Entertainment, ist die Antwort eindeutig.
„Kein Sinn, KI für Kreativität zu nutzen“, sagt Spieleentwickler
In einem Interview über ihr kommendes Rollenspiel Starfinder: Afterlight sagte er klipp und klar: „Es ergibt keinen Sinn, KI für kreative Arbeit einzusetzen.“ Für ihn liegt die Seele des Game Designs im Erfinden – in Figuren, Welten und Geschichten, die aus Leidenschaft entstehen. „KI sollte die Dinge erledigen, die wir nicht tun wollen“, erklärt Pillosu. „Ich hätte gern eine KI, die mein Geschirr spült oder meine Wohnung putzt. Dann hätte ich mehr Zeit, um kreativ zu sein. Aber was uns verkauft wird, sind Systeme, die das tun wollen, was wir lieben – erschaffen.“

Pillosu betont, dass er keine grundsätzliche Abneigung gegen Technologie hat. Was ihn stört, ist die Richtung, in die sich der Trend entwickelt. „Wir haben angefangen, Spiele zu machen, weil wir es lieben, Dinge zu erfinden und zu verbinden“, sagt er. „Wenn KI uns das wegnimmt, verliert der Beruf seinen Sinn.“ Für ihn ist Kreativität ein zutiefst menschlicher Prozess – voller Emotionen, Fehler und Intuition, Dinge, die sich nicht in Datensätzen abbilden lassen.

Eine ähnliche Meinung vertritt der legendäre Spieleentwickler Hideo Kojima. Er bezeichnete KI kürzlich als „Freund“, der ihn unterstützen soll, um neue Ideen umzusetzen. Doch auch er sieht KI nur als Helfer im Hintergrund – nicht als Ersatz. „Lass die KI die Routine übernehmen, damit der Mensch träumen kann“, lautet sinngemäß seine Haltung. Hier treffen sich Kojima und Pillosu in ihrer Überzeugung: Technologie darf Kreativität erleichtern, aber niemals ersetzen.

Auch Schauspieler Feodor Chin, bekannt aus zahlreichen Videospielproduktionen, stimmt zu. „Wie bei jeder Technologie hat KI ihren Platz als Werkzeug“, sagte er. „Aber sie sollte niemals Menschen ersetzen.“ Für ihn entsteht wahre Kunst aus menschlicher Erfahrung – aus Emotion, Spontaneität und Seele, die kein Algorithmus nachempfinden kann.

Die Spielebranche steht somit an einem Scheideweg. Wird KI zur unsichtbaren Helferin, die Künstlern Freiraum gibt, oder wird sie zur Konkurrenz, die den kreativen Funken erstickt? Niemand weiß es sicher. Doch Stimmen wie die von Pillosu erinnern daran, dass Spiele dann am lebendigsten sind, wenn Menschen sie aus Leidenschaft erschaffen – nicht, wenn Maschinen sie berechnen.

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