NVIDIA sorgt erneut für Aufsehen in der Gaming- und Technikszene: Mit der neuen Bonsai Diorama-Demo zeigt das Unternehmen eindrucksvoll, wie weit moderne Echtzeitgrafik inzwischen gekommen ist. 
Die Demo kombiniert DLSS 4, Path Tracing und die brandneue RTX Mega Geometry – alles Teil der aktualisierten Unreal Engine RTX-Version 5.6.1. Das Ergebnis: ein fast schon fotorealistisches Miniatur-Wunderland, das gleichzeitig technische Grenzen verschiebt.
Während viele Demos vor allem mit hübschen Reflexionen glänzen, geht Bonsai Diorama deutlich tiefer. Hier geht es um das Zusammenspiel aus KI-gestütztem Upscaling und hochdetaillierter Geometrie. Die DLSS-4-Suite – bestehend aus Super Resolution, Frame Generation und Ray Reconstruction – arbeitet dabei Hand in Hand mit RTX Mega Geometry, das die Darstellung von Nanite-Objekten auf ein völlig neues Niveau hebt. Alles fühlt sich dichter, echter und physikalisch präziser an.
Wer die Demo ausprobieren möchte, braucht mindestens eine GeForce RTX 2080 Ti. Für das optimale Erlebnis empfiehlt NVIDIA jedoch eine RTX 5060 oder besser. Außerdem sollte der Treiber auf Version 581.29 oder neuer aktualisiert werden. Die Auflösung kann nur im Hauptmenü eingestellt werden – 8-GB-GPUs sollten mit 1080p oder 1440p starten, während Modelle mit 11 GB oder mehr VRAM problemlos in 4K laufen können.
Innerhalb der Demo lässt sich die Benutzeroberfläche mit der Taste H ein- oder ausblenden. Hier kann man verschiedene DLSS-Modi (von DLAA bis Ultra Performance) aktivieren oder RTX Mega Geometry sowie Ray Reconstruction umschalten. Der Clou: RTX Mega Geometry integriert die vollständige Nanite-Geometrie direkt in die Bounding Volume Hierarchy (BVH) des Ray Tracings. Dadurch verschwinden viele typische Probleme wie flackernde Schatten oder unpräzise Reflexionen. Jede Szene wirkt stabil, fein aufgelöst und realistisch – vom Bonsai-Blatt bis zum reflektierenden Stein im Sand.
Am 28. Oktober um 10 Uhr Pazifikzeit veranstaltet NVIDIA ein Webinar, in dem Entwickler Fragen zur Demo stellen und Einblicke in die Technik hinter Mega Geometry und DLSS 4 erhalten können. Dabei geht es um Performance-Tuning, Integrationsstrategien und neue Wege, KI und Grafik effizient zu kombinieren.
Auch auf der KI-Seite gibt es Neuigkeiten: Die Avatar Cloud Engine (ACE) unterstützt nun das Open-Source-Modell Qwen3-8B als In-Game Inferencing SDK. Damit lassen sich NPCs entwickeln, die in Echtzeit denken, kontextabhängig reagieren und nicht mehr nur geskripteten Abläufen folgen. Gleichzeitig hat NVIDIA den IGI-SDK um MultiLORA-Adapter erweitert, die schnelle Feinjustierungen der Modellgewichte ermöglichen, sowie um eine verbesserte CUDA/Vulkan-Unterstützung für gleichzeitige Grafik- und KI-Workloads.
Das Fazit: Bonsai Diorama ist mehr als ein hübscher Technik-Gag. Es ist ein Statement – ein Blick in die Zukunft, in der künstliche Intelligenz, Lichtsimulation und Geometrie verschmelzen. Und ja, vielleicht macht sich NVIDIA wieder über ein Bäumchen her, aber unter diesem digitalen Bonsai wächst die nächste Evolutionsstufe der Echtzeitgrafik heran.
1 kommentar
erinnert mich an die alten FX5800-Demos – nur ohne den Staubsauger-Sound 😆