DEFECT ist der neue Cyberpunk-Shooter, über den gerade alle reden. 
Entwickelt vom unabhängigen Studio emptyvessel, das von ehemaligen id Software-Entwicklern gegründet wurde – also von den Köpfen hinter Doom und Quake –, zeigte das Team auf dem Galaxies Gaming Showcase erstmals ausgiebiges Gameplay. Das Ergebnis: ein kompromisslos intensiver, atmosphärischer und extrem zerstörerischer First-Person-Shooter, der die Grenzen des Genres sprengen will.
In DEFECT verschlägt es die Spieler in eine düstere Zukunftsstadt, die unter der Herrschaft einer mysteriösen KI namens THE SYSTEM steht. Auf den Straßen tobt ein brutaler Machtkampf zwischen Banden, korrupten Cops und den Robotereinheiten des Systems selbst. Jeder Spieler entscheidet, welcher Fraktion er sich anschließt – Gesetzeshüter, Gesetzlose oder irgendetwas dazwischen. Die Missionen sind nie gleich: Mal geht es um Waffenhandel, mal um Attentate oder Gefangennahmen, und die Ziele ändern sich je nach Situation und Spielweise.
Das Herzstück des Spiels sind taktische Gefechte in Vierer-Teams – egal ob Solo, im Koop oder PvP. emptyvessel verzichtet bewusst auf moderne Komfortfunktionen wie automatische Lebensregeneration. Stattdessen müssen Spieler auf der Map verstreute Heilstationen finden, die nur begrenzt nutzbar sind. Jede Entscheidung zählt, jeder Treffer kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Das sorgt für Spannung pur und ein echtes Gefühl von Risiko.
Ein besonderes Highlight ist das Zerstörungssystem: Wände, Möbel, Türen – alles kann in Schutt und Asche gelegt werden. Schichtenweise brechen Materialien auseinander, während Staub und Rauch den Raum füllen. Dadurch verändert sich nicht nur die Sicht, sondern auch das taktische Spielgeschehen. Mit der richtigen Ausrüstung, etwa Nachtsicht- oder Taktikbrillen, kann man selbst aus dem Chaos Vorteile ziehen. Spieler können Tische umkippen, Engstellen blockieren oder Deckung schaffen – fast alles in der Umgebung ist interaktiv und strategisch nutzbar.
Game Director Emanuel Palalic erklärt: „DEFECT ist ein Shooter ohne HUD, in dem jede Waffe, jedes Gadget und jede Munitionsart die Welt auf eigene Weise beeinflusst. Nichts ist geskriptet, jede Aktion kann neue Ereignisse auslösen.“ Genau diese Philosophie verleiht dem Spiel seine organische, unvorhersehbare Dynamik, die weit über gewöhnliche Multiplayer-Erfahrungen hinausgeht.
Mit einer Finanzierung von 11 Millionen US-Dollar durch NCSOFT, 1AM Gaming und Black Phoenix Games hat das Studio nun die Mittel, DEFECT auch auf Konsolen zu bringen. Auf Steam, Epic Games Store und GOG ist das Spiel bereits auf der Wunschliste verfügbar. Besonders interessant: Es wird LAN-Modus, Co-op und einen Level-Editor geben – Features, die Veteranen klassischer Shooter sicher begeistern werden.
Stilistisch erinnert DEFECT an Filme wie The Raid oder Dredd: düster, kompromisslos und visuell wuchtig. Kein HUD, kein Komfort, nur pure Immersion und brachiale Action. Gerüchten zufolge arbeitet Mick Gordon am Soundtrack – was den explosiven Stil noch unterstreichen würde. Die empfohlenen Systemanforderungen sind hoch: mindestens eine RTX 2060 und 16 GB RAM, optimal eine RTX 3070. Alles deutet darauf hin, dass DEFECT einer der ambitioniertesten und spannendsten Shooter der nächsten Zeit wird.
1 kommentar
LAN-Coop ist zurück! Das allein macht’s schon sympathisch