
Battlefield 6: Vorschau auf Season 1 – das Tempo halten
Kaum ist Battlefield 6 veröffentlicht, richtet EA den Blick schon nach vorn. Die erste große Inhaltsphase, Season 1, startet am 28. Oktober 2025 und läuft bis Dezember – aufgeteilt in drei große Updates. Ich konnte die neuen Inhalte bereits ausführlich anspielen und mir ein Bild davon machen, was Spieler in den kommenden Wochen erwartet: neue Karten, Fahrzeuge, Waffen, Spielmodi und natürlich ein komplett überarbeitetes Fortschrittssystem.
Ein klarer Fahrplan in drei Etappen
Statt alles auf einmal zu veröffentlichen, setzt EA auf eine gestaffelte Struktur. Season 1 bringt über mehrere Wochen hinweg stetig neue Inhalte:
- Rogue Ops – ab 28. Oktober 2025
- California Resistance – ab 18. November 2025
- Winter Offensive – ab 9. Dezember 2025
Jede Etappe bringt frische Karten, Waffen, Spielmodi und Gameplay-Verbesserungen. So bleibt der Spielfluss aktiv und das Interesse hoch.
Rogue Ops – Der Auftakt
Das erste Update markiert den Startschuss für Season 1. Enthalten sind:
- Blackwell Fields – eine weitläufige Conquest-Karte mit offenen Feldern, sanften Hügeln und viel Raum für Fahrzeuge und Scharfschützen.
- Strikepoint – ein neuer Modus im 4v4-Format ohne Respawns. Zwei Teams kämpfen um einen einzigen Kontrollpunkt; wer zuerst sechs Runden gewinnt, entscheidet das Match.
- Traverser Mark 2 – ein neues Bodenfahrzeug, das für schnelles Manövrieren auf unwegsamem Gelände konzipiert ist.
- SOR-300SC – eine neue Karabinerwaffe mit stabiler Präzision.
- GGH-22 – eine kompakte Pistole als Sekundärwaffe.
- Mini Scout – eine leichte Sniper, die sich schon jetzt als Fan-Favorit herauskristallisiert.
- Neue Aufsätze: Rail Cover und LPVO.
Mit Rogue Ops führt EA außerdem ein neues Battle Pass-System ein. Statt einer einzigen langen Leiste gibt es vier parallele Pfade – jeweils mit kostenlosen und Premium-Belohnungen. Nach Abschluss dieser vier Wege wird ein fünfter Bonuspfad freigeschaltet. Das Ziel: weniger Zwangsgrind, mehr Entscheidungsfreiheit. Ob das Konzept in der Praxis funktioniert, wird sich zeigen.
California Resistance – Stadtkampf mit Stil
Das zweite Update erscheint am 18. November und bringt einen deutlichen Tapetenwechsel:
- Eastwood – eine neue Karte in einem kalifornischen Vorort mit engen Straßen, Wohnhäusern und einem Golfplatz, der sich zum Schlachtfeld verwandelt.
- Sabotage – zeitlich begrenzter 8v8-Modus: Eine Fraktion verteidigt Vorratslager, die andere versucht, sie zu zerstören. Danach wird gewechselt.
- Battle Pickups – neue Waffen-Caches, die besonders mächtige Waffen mit begrenzter Munition enthalten.
- DB-12 – eine neue Schrotflinte für Nahkämpfer.
- M357 Trait – ein Revolver mit einzigartiger Eigenschaft.
- Troy Angled – ein neuer Aufsatz, der zusätzliche Zieloptionen bietet.
California Resistance setzt stärker auf Tempo und Nahkampf: Häuserkämpfe, überraschende Flankenangriffe und der Nervenkitzel, plötzlich einem Feind im Wohnzimmer gegenüberzustehen. Die neuen Battle Pickups bringen taktische Spannung – wer sie findet, hat kurzzeitig die Oberhand.
Winter Offensive – das große Finale
Über die letzte Etappe, Winter Offensive, hält EA sich noch bedeckt. Sicher ist bisher nur Folgendes:
- Ein verschneites Remake der Brooklyn-Karte als temporäres Event.
- Ein neues saisonales Event namens Ice Lock.
- Eine neue Nahkampfwaffe – ein Eispickel für Klettereinsätze.
Mehr verrät das Studio derzeit nicht, was bei vielen Fans für Unmut sorgt. Möglicherweise hebt sich EA größere Enthüllungen auf, um gegen Call of Duty: Black Ops 7 bestehen zu können, das wenige Tage zuvor erscheint. Es wäre ein cleverer Schachzug, um Spieler bei der Stange zu halten.
Hands-On: Eindrücke aus der Praxis
Nach mehreren Stunden mit der Vorabversion habe ich ein gutes Gefühl dafür, wo Battlefield 6 glänzt – und wo es noch hapert.
Was überzeugt
Die neuen Großkarten sind das Highlight. Blackwell Fields wirkt wie eine Liebeserklärung an das klassische Battlefield: weitläufige Landschaften, Fahrzeuge überall, ein episches Gefühl von Größe. Das Sonnenuntergangslicht sorgt für wunderschöne Atmosphäre, und die Balance zwischen Infanterie und Fahrzeugen stimmt.
Eastwood wiederum bietet das Gegenteil – dichte Bebauung, enge Wege, viele Deckungsmöglichkeiten. Kämpfe finden zwischen Wohnzimmern, Hinterhöfen und Hügeln statt. Wer aggressive, schnelle Action sucht, wird hier glücklich.
Auch die Waffen wissen zu überzeugen. Der SOR-300SC ist solide, aber die Mini Scout ist ein echtes Biest – präzise, leicht, tödlich. Mit ihr zu spielen macht richtig Spaß. Dazu kommen neue Aufsätze, die für mehr Personalisierung sorgen, und das Traverser-Fahrzeug, das sich in chaotischen Conquest-Gefechten bewährt.
Was weniger funktioniert
Die neuen Modi Strikepoint und Sabotage sind interessante Experimente, aber noch nicht ausgereift. Strikepoint hat das Problem, dass die Matches zu schnell eintönig werden. Ein einziger Kontrollpunkt, keine Respawns – das klingt spannend, spielt sich aber bald repetitiv. Die Kartenvarianten sind zu klein und fühlen sich wie abgeschnittene Mini-Versionen der großen Karten an.
Sabotage bringt mit 8v8 zwar mehr Chaos, leidet aber unter denselben Schwächen: unausgewogene Spawns, zu enge Räume, wenig taktische Tiefe. Für kurze Sessions ist das okay, aber auf Dauer fehlt der Reiz. Battlefield war immer dann am besten, wenn alles explodiert und die Fronten ständig wechseln – genau das fehlt hier ein bisschen.
Wie es weitergeht
Nach einem starken Launch steht Battlefield 6 jetzt an einem Scheideweg: Kann EA die Spannung aufrechterhalten? Das Live-Service-Modell lebt von stetigen Updates und motivierendem Fortschritt. Wenn das neue Battle-Pass-System tatsächlich abwechslungsreich ist, die Karten regelmäßig frischen Wind bringen und die Balance stimmt, dann hat Battlefield 6 das Potenzial, die Community lange zu binden.
Mit den großen Karten Blackwell Fields und Eastwood hat EA zwei Volltreffer gelandet. Das Timing der Veröffentlichung – nur wenige Tage nach dem neuen Call of Duty – ist sicher kein Zufall. Ein kalifornischer Schauplatz gegen den kalifornischen Rivalen: Symbolik, die Fans nicht entgeht.
Wenn EA es schafft, Bugs zu minimieren, faire Progression zu bieten und regelmäßige Inhalte zu liefern, könnte Battlefield 6 2026 in Bestform starten.
Fazit
Season 1 von Battlefield 6 startet vielversprechend. Die Karten sind wunderschön, die Waffen fühlen sich gut an, das Gameplay bleibt intensiv. Die neuen Modi brauchen Feinschliff, aber sie zeigen Mut zur Abwechslung. Der überarbeitete Battle Pass ist ein sinnvoller Schritt, um Spieler individuell zu belohnen.
Fans epischer Conquest-Schlachten bekommen hier, was sie lieben: Panzer, Jets, Explosionen und Chaos in schönster Form. Sollte EA das Tempo halten, steht Battlefield 6 ein starkes Jahr bevor – und die Konkurrenz darf sich warm anziehen.
1 kommentar
Endlich ein Battle Pass mit Wahlfreiheit! Hoffentlich sind die Belohnungen auch gut