Apple hat das neue 14-Zoll-MacBook Pro mit dem M5-Chip vorgestellt – und auf den ersten Blick sieht es fast identisch aus wie das Modell mit dem M4. Doch wer unter die Haube schaut, entdeckt einige interessante Neuerungen: Der US-Konzern hat leise, aber gezielt an der inneren Konstruktion gefeilt. 
Das Ergebnis? Ein etwas reparaturfreundlicheres Notebook mit saubererem Innenlayout und einem Hauch mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse von Technikern und Nutzern.
Kleine Schritte in Richtung bessere Reparierbarkeit
Optisch bleibt das MacBook Pro seinem bekannten Design treu – Aluminiumgehäuse, klare Linien, minimalistische Eleganz. Doch im Inneren zeigt sich eine spürbare Veränderung in der Philosophie. Zum ersten Mal weist Apples offizielles Reparaturhandbuch ausdrücklich darauf hin, das Kabel des Batteriemanagementsystems zu trennen, bevor man das Gerät öffnet. Für Profis selbstverständlich, aber ein wichtiges Signal: Apple erkennt endlich an, dass viele Menschen ihre Geräte selbst warten oder reparieren möchten – ein kleiner, aber symbolträchtiger Fortschritt.
Der Akku lässt sich leichter austauschen
Die Batterie selbst bleibt in Kapazität und Form nahezu unverändert, aber der Zugang wurde überarbeitet. Früher musste man das Trackpad ausbauen, um an die Klebestreifen zu gelangen, die den Akku fixieren. Jetzt sind diese Laschen direkt erreichbar – das Entfernen ist einfacher, sauberer und sicherer. Zwar bleibt der Akku weiterhin mit dem Topcase verbunden, doch das Design wirkt insgesamt benutzerfreundlicher. Ein kleines, aber sinnvolles Detail für alle, die schon einmal versucht haben, einen MacBook-Akku zu ersetzen.
Modulare Anschlüsse und Lüfter – ein Schritt in die richtige Richtung
Auch bei den Komponenten gibt es Fortschritte: Anschlüsse und Lüfter sind nun modular aufgebaut, das heißt, sie können einzeln ersetzt werden. Leider liegen viele dieser Teile immer noch unter der Hauptplatine, sodass ein vollständiges Zerlegen nötig bleibt. Aber immerhin zeigt sich ein Trend: Apple bewegt sich langsam weg von komplett verklebten Geräten hin zu einem flexibleren Aufbau. Es ist kein Durchbruch, aber ein klares Zeichen, dass die Ingenieure zuhören.
Display und Touch ID bleiben kompliziert
Wer den Bildschirm austauschen möchte, braucht weiterhin Geduld. Zuerst muss die Antennenhalterung entfernt werden, dann der Touch-ID-Sensor, der später mit Apples eigenem Reparaturtool neu kalibriert werden muss. Diese Abhängigkeit von proprietärer Software bleibt ein Hindernis für unabhängige Reparaturen – typisch Apple.
Sauberere Kabelführung und robustere Scharniere
Im Inneren wurde die Kabelführung deutlich verbessert. Alles wirkt aufgeräumter, logischer, und das Scharnierdesign wurde überarbeitet. Es ist nun symmetrischer ausgerichtet, was eine längere Haltbarkeit verspricht. Diese Änderungen mögen unauffällig sein, zeigen aber Apples zunehmenden Fokus auf Fertigungsqualität und Langlebigkeit. Für den Nutzer bedeutet das: weniger Abnutzung, weniger Spiel im Scharnier, stabilere Nutzung über die Jahre.
Reparierbarkeit bleibt schwierig – aber Apple bewegt sich
Trotz aller Fortschritte bewertete iFixit das M5-MacBook-Pro mit einer Reparierbarkeitsnote von 4 von 10. Akku, Anschlüsse, Lüfter und Hauptplatine sind weiterhin schwer zugänglich. Doch im Vergleich zu früheren Generationen ist das ein deutlicher Fortschritt. Apple scheint langsam umzudenken – unter Druck von Umweltinitiativen und der „Right-to-Repair“-Bewegung. Es ist kein schneller Wandel, aber immerhin ein spürbarer.
M5-Chip: Mehr Leistung, mehr Weitblick
Von außen ist das M5-MacBook-Pro kaum zu unterscheiden, doch die inneren Verbesserungen zeigen, dass Apple langfristiger denkt. Der neue Chip bringt spürbar mehr Leistung und Energieeffizienz, doch das eigentlich Bemerkenswerte ist die Ingenieursarbeit dahinter. Apple arbeitet nicht nur an Geschwindigkeit, sondern auch an Nachhaltigkeit. Das neue MacBook Pro M5 ist keine Revolution – es ist eine ruhige, überlegte Evolution, die den Alltag ein bisschen einfacher macht und vielleicht auch das Vertrauen in Apples Hardware stärkt.
1 kommentar
Touch ID wieder nur mit Apple-Tool… typisch 😒