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Steven Soderberghs verlorenes Star-Wars-Projekt: Warum Disney „Die Jagd nach Ben Solo“ ablehnte

von ytools
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Das nie realisierte Projekt von Steven Soderbergh, Die Jagd nach Ben Solo, sorgt derzeit für hitzige Diskussionen unter Star-Wars-Fans.
Steven Soderberghs verlorenes Star-Wars-Projekt: Warum Disney „Die Jagd nach Ben Solo“ ablehnte
Der Regisseur bestätigte, dass Disney zum ersten Mal in der Geschichte ein vollständig abgeschlossenes Lucasfilm-Drehbuch abgelehnt hat – ein beispielloser Schritt, der viele fassungslos zurückließ.

Wie Soderbergh auf BlueSky erklärte, habe Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy persönlich bestätigt, dass Disney noch nie zuvor ein fertiges Drehbuch von ihr abgelehnt habe. „Ich fragte Kathy, ob das schon einmal passiert sei, und sie sagte: Nein, das ist das erste Mal“, schrieb der Regisseur. Für viele Fans, die Disney ohnehin für seine vorsichtigen, formelhaften Entscheidungen kritisieren, war diese Enthüllung wie ein Schlag ins Gesicht.

Soderbergh erklärte weiter, er habe es gehasst, über das Projekt schweigen zu müssen. „Ehrlich gesagt, ich mochte es überhaupt nicht, über die Existenz von Die Jagd nach Ben Solo zu lügen. Aber es musste geheim bleiben … bis jetzt“, so der Regisseur. Das Drehbuch sei komplett fertig gewesen, von Lucasfilm abgesegnet – und Adam Driver stand schon bereit, erneut in die Rolle von Kylo Ren zu schlüpfen. „Ich habe den Film in meinem Kopf wirklich geliebt. Es tut mir einfach leid, dass die Fans ihn nie sehen werden“, sagte er der Associated Press.

Die Reaktion der Fangemeinde ließ nicht lange auf sich warten. Eine Gruppe charterte sogar ein Flugzeug, das über den Disney-Studios in Burbank einen Banner mit der Aufschrift „Save The Hunt for Ben Solo“ zog. Parallel startete eine Online-Petition, die inzwischen über 3.700 Unterschriften gesammelt hat – eine kleine, aber lautstarke Bewegung, die den Frust vieler widerspiegelt.

Der Film sollte nach Der Aufstieg Skywalkers spielen und sich auf Bens Weg zur Erlösung konzentrieren – eine intime, emotionale Geschichte über Schuld, Licht und Neuanfang. Adam Driver selbst nannte das Drehbuch „eines der besten, an denen ich je beteiligt war“. Seit 2021 stand er im Gespräch mit Lucasfilm über eine Rückkehr. „Ich habe immer gesagt: Wenn die Geschichte gut ist und der Regisseur passt, bin ich sofort dabei. Ich liebe diesen Charakter“, erklärte er.

Doch Disney-CEO Bob Iger und Co-Vorsitzender Alan Bergman entschieden schließlich dagegen. Die offizielle Begründung: „Wir sehen nicht, wie Ben Solo noch am Leben sein könnte.“ Diese Aussage brachte das Internet zum Schmunzeln – immerhin war es dieselbe Firma, die in Der Aufstieg Skywalkers ohne mit der Wimper zu zucken Imperator Palpatine wiederauferstehen ließ. Die Ironie war kaum zu übersehen.

Insider berichten, dass Driver die Entscheidung nicht nachvollziehen konnte. Soderberghs Ansatz habe einen kleineren, persönlicheren Film vorgesehen – handgemacht, charakterzentriert und inspiriert von Das Imperium schlägt zurück. Statt Effektfeuerwerk wollte er Authentizität und Herz. Doch Disney habe offenbar Angst gehabt, sich erneut zu verzetteln, und lieber auf Nummer sicher gespielt.

Für viele Fans ist das ein weiteres Symptom der kreativen Krise bei Lucasfilm. Manche sehen in Kathleen Kennedys Führungsstil das Problem, andere verweisen auf Disneys übervorsichtige Strategie. Fakt ist: Die Jagd nach Ben Solo hätte eine der spannendsten Chancen für eine echte Rückkehr zur Seele der Saga sein können – und landet nun auf dem Friedhof der gescheiterten Star-Wars-Projekte. Ein Film, den viele gern gesehen hätten, aber den nur Disney in einer fernen Galaxis begraben wollte.

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2 kommentare

LunaLove November 22, 2025 - 3:43 pm

3700 Unterschriften? Das reicht nicht mal, um Micky Maus zu beeindrucken lol

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zoom-zoom December 19, 2025 - 7:35 pm

Nach Der Aufstieg Skywalkers ist es vielleicht besser, dass Ben tot bleibt

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