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Lip-Bu Tan: Beteiligung der US-Regierung an Intel soll Amerikas Chipmacht zurückbringen

von ytools
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Intel-Chef Lip-Bu Tan bezeichnete die Entscheidung der US-Regierung, einen Anteil von 10 % an Intel zu erwerben, als „bewussten und strategischen Schritt“, um die amerikanische Halbleiterindustrie wieder an die Weltspitze zu bringen. Bei seinem Auftritt auf der Future Investment Initiative in Saudi-Arabien zog Tan Parallelen zu Taiwan und Südkorea, deren Regierungen massiv in ihre nationalen Tech-Champions TSMC und Samsung Foundry investieren. „Wenn man sich TSMC oder Chartered Semiconductor anschaut, ist der Staat dort ebenfalls Anteilseigner – das ist entscheidend für die Stabilität der Lieferketten“, erklärte Tan.

Er berichtete, dass ein Treffen mit der Trump-Regierung den Ausschlag für diesen Schritt gegeben habe.
Lip-Bu Tan: Beteiligung der US-Regierung an Intel soll Amerikas Chipmacht zurückbringen
In dem Gespräch stellte er seine Vision vor, „Intel wieder groß zu machen“, und verwies auf seine Zeit bei Cadence, wo er laut eigenen Angaben eine hundertfache Rendite für die Aktionäre erzielt hatte. Das habe Trump beeindruckt – und so kam es zur Beteiligung der US-Regierung, die Tan heute als Wendepunkt für Intel bezeichnet.

Kritiker werfen Intel vor, seit Jahrzehnten auf staatliche Unterstützung zu setzen, und sehen in dem Schritt nichts Neues. Tan hält dagegen: Die Beteiligung sei keine Rettungsaktion, sondern ein Bekenntnis zu Innovation und Verantwortung. Dank der Partnerschaft könne Intel nun gezielter in zukunftsweisende Bereiche investieren – insbesondere in die Entwicklung von „physischer KI“ und „agentischer KI“ sowie in den Ausbau der Foundry-Sparte, um wieder Chips für externe Kunden zu fertigen.

Zu den Vorwürfen über seine früheren Investitionen in China erklärte Tan, dass Kooperationen mit chinesischen Firmen vor 20 Jahren in der Branche üblich gewesen seien. Heute liege der Fokus jedoch auf den USA und befreundeten Ländern, um eine sichere und transparente Lieferkette zu gewährleisten. Laut Tan hat die Beteiligung der US-Regierung bereits zu einer Stärkung der Bilanz geführt und das Interesse von Branchengrößen wie NVIDIA und SoftBank geweckt – ein Zeichen, dass das Vertrauen in Intel zurückkehrt.

Unter Tans Führung zeigt sich Intel entschlossen, seine alte Stärke wiederzuerlangen. Die doppelte Strategie aus massiven KI-Investitionen und einer Rückbesinnung auf die Fertigung gilt als klares Signal, dass das Unternehmen nicht mehr nur aufholt, sondern wieder führen will. Ob der Schulterschluss zwischen Staat und Industrie tatsächlich Früchte trägt, bleibt abzuwarten – doch eines steht fest: Intel agiert wieder mit Plan, Selbstbewusstsein und einem klaren Ziel vor Augen.

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1 kommentar

TechBro91 January 2, 2026 - 11:20 pm

AI und Foundry klingt vernünftig – das ist die Zukunft

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